Nachruf: Carroll Shelby ist tot

Wer Autos liebt, der bekommt noch heute beim Begriff "Cobra" Gänsehaut. Die Kombination aus leichtem Roadster und starkem Motor machte Carroll Shelby berühmt. Ein Rückblick auf ein sein Leben

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Von
  • rhi
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Dearborn (USA), 14. Mai 2012 – Die Autowelt trauert um einen ihrer großen Namen: Carroll Shelby ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Berühmt wurde Shelby durch kräftige Sportwagen wie die AC Cobra und die nach ihm benannten Versionen des Ford Mustang.

Im zweiten Weltkrieg bei der US-Luftwaffe als Pilot tätig, fand Shelby erst relativ spät zum Motorsport. 1952 trat er mit einem Ford-V8-Hot-Rod erstmals bei Viertelmeilen-Rennen an. Nur zwei Jahre später verpflichtete ihn der damalige Sportchef von Aston Martin, John Wyer, als Co-Piloten in einem DB3 für das Rennen in Sebring. Innerhalb weniger Monate befand sich der texanische Hühnerfarmer Shelby in einer Liga mit Größen wie Juan Manuel Fangio oder Phil Hill. Shelbys größter Erfolg als Fahrer war der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1959 auf einem Aston Martin DBR1.

Nachruf: Carroll Shelby ist tot (18 Bilder)

Carroll Shelby im Jahr 2007 vor einem von ihm getunten Ford Mustang.

Im Jahr 1962 begannen die Arbeiten an der legendären Cobra, einem Roadster vom Typ AC Ace mit Ford-V8 unter der Haube. Schon Anfang 1963 fuhr die leichte Cobra erste Rennsiege gegen die damals dominierenden Chevrolet Corvette ein. Bis 1966 wurden die Roadster gebaut, seit 1995 fertigte Shelby erneut Exemplare der Cobra. Höhepunkt der Entwicklung war 1965 die Cobra 427 mit Siebenliter-V8, 425 PS und 641 Nm maximalem Drehmoment. Im gleichen Jahr heuerte Ford Carroll Shelby als Experten für das GT40-Programm an. Mit den Boliden wollte man Ferrari auf der Langstrecke Paroli bieten, doch bei ihrem ersten Le-Mans-Einsatz 1964 fielen alle Wagen aus. Shelby ließ einen zuverlässigeren V8 mit sieben Liter Hubraum montieren. Das Resultat: Der GT40 dominierte bis Ende der 1960er-Jahre die Rennstrecken der Welt.