Oldtimer sind keine Wertanlage
Oldtimer sind als Wertanlage nach Ansicht von Experten nur bedingt geeignet. Lediglich Fahrzeuge ab etwa 100.000 Euro Wert bieten echtes Potenzial, sagte Götz Knoop, Vizepräsident des Bundesverbandes für Clubs klassischer Fahrzeuge (DEUVET) am Donnerstag bei der Eröffnung der Klassikwelt Bodensee in Friedrichshafen (bis zum 20. Mai).
Er sagte, der Durchschnittspreis der in Deutschland gehandelten Oldtimer liege bei 13.000 Euro. "Wenn Sie dann jährlich neun Prozent Rendite haben und Ihre Kosten gegenrechnen, haben Sie vieles gemacht, aber kein Geld", ernüchterte Knoop überzogene Hoffnungen. Anders sehe es nur bei sehr hochpreisigen Fahrzeugen aus, die weltweit gesucht und von millionenschweren Sammlern in ihren Garagen gebunkert werden.
Immer wieder machen Meldungen über hohe prozentuale Wertsteigerungen die Runde – etwa vom Oldtimer-Index des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), der beispielsweise für Citroens Ente von 1999 bis 2010 einen Wertzuwachs von 295 Prozent ausweist. In reinen Zahlen sieht die Wertsteigerung von 2000 auf 7900 Euro allerdings weniger beeindruckend aus – vor allem, wenn man die Kosten für Garage, Versicherung, Steuer und Reparaturen dagegenhält. Und das ist eigentlich eine frohe Botschaft: Alte Autos bleiben für Liebhaber interessant, sind es aber nicht für Spekulanten. (dpa) (cgl)