Rennreportage 24-Stunden-Rennen Nordschleife

Für die Rennteams geht es beim 24-Stunden-Rennen an der Nordschleife des Nürburgrings um alles. Das freut die Fans, die wie immer mit wilden Aufbauten am Ring campieren. Selbst die Polizei hat ihren Spaß

vorlesen Druckansicht 2 Kommentare lesen
Lesezeit: 7 Min.
Von
  • Gregor Hebermehl
Inhaltsverzeichnis

Nürburg, 22. Mai 2012 – 24 Stunden von 24 Stunden noch zu fahren. Noch keine Rennrunde gelaufen. Und trotzdem: Einer hat sich schon jetzt gedreht, in der Einführungsrunde. Beim Langstreckenrennen in der Eifel liegen von Anfang an die Nerven blank. Das verschlechtert zwar die Siegchancen, das sorgt allerdings gleichzeitg für eine gute Show, und für die sind die Fans immerhin gekommen.

Den Gesamtsieg holt sich Audi: Erstmals kann ein R8 triumphieren. Das Phoenix-Team kommt mit seinem Audi R8 LMS ultra nach einem problemlosen Rennen als Erster ins Ziel. Das Glück der Ingolstädter macht der Mamerow-R8 als Zweitplatzierter komplett. Mercedes-AMG muss mit dem SLS GT3 weiterhin auf einen Sieg beim 24-Stunden-Rennen an der Nordschleife warten. Der unter anderem von Bernd Schneider pilotierte Wagen mit der Startnummer 65 fällt kurz vor dem Rennende, auf Platz drei liegend, wegen eines technischen Defekts aus. Immerhin schafft es dann der SLS GT3 mit der Startnummer 66, den dritten Podiumsplatz für Daimler zu retten. Was man den Flügeltürern lassen muss: Sie klingen in dem über 200 Teilnehmer großen Fahrzeugfeld mit Abstand am markantesten und besten.

Rennreportage 24-Stunden-Rennen Nordschleife (30 Bilder)

Alles M: Der BMW-M-Korso gehört zum umfangreichen Rahmenprogramm des 24-Stunden-Rennens auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Im Qualifying erobert ein BMW Z4 GT3 vom Team Schubert den ersten Startplatz. Leider muss der Wagen schon nach der dritten Runde mit einem Reifenplatzer in die Box – viele Trümmerteile machen die Fahrbahn bereits jetzt für Reifen gefährlich. Dabei sind die BMW-Z4-Renner sehr schnell, kämpfen ganz vorne mit. Aber die BMWs haben technische Probleme: Bei beiden Wagen muss jeweils die kaputte Antriebswelle ersetzt werden. Trotzdem kommen am Ende noch die respektablen Plätze sieben und acht heraus. Als bester Z4 GT3 landet der Wagen des Marc VDS Racing Teams auf Platz vier.