Mobile-TV ĂĽber UMTS
Im einem eigenen Pavillon auf dem CeBIT-Freigelände präsentiert Ericsson seine Vision zur Rettung der in UMTS-Lizenzen investierten Milliarden: Mobilfernsehen via Multimedia Broadcast Multicast Service.
Im einem eigenen Pavillon (Stand K05) auf dem CeBIT-Freigelände zwischen den Hallen 12, 25 und 27 präsentiert Ericsson seine Vision zur Rettung der in UMTS-Lizenzen investierten Milliarden: Mobile-TV per Multimedia Broadcast Multicast Service (MBMS). Trotz der auch bei HSDPA recht begrenzten Bandbreite könne man bereits damit fast 290 Mobile-TV-Nutzer in einer Mobilfunkzelle simultan mit individuellen 128-kBit/s-Streams versorgen.
Bisher konnte TV-Streaming via UMTS den als Broadcast ausgestrahlten Konkurrenzverfahren DVB-H und T-DMB qualitativ jedoch nicht das Wasser reichen. Hier kommt nun MBMS ins Spiel: Es kombiniert die Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, bei dem jeder Nutzer einen separaten Videostrom vom Provider bekommt (Unicast), mit Punkt-zu-Multipunkt-Verbindungen (MBMS Broadcast). Letztere wĂĽrde man fĂĽr besonders beliebte Sender oder Hauptsender verwenden, die von den meisten Nutzern angeschaut werden. Dabei schickt der Provider nur einen einzigen Datenstrom an die Nutzer und spart somit Bandbreite fĂĽr weitere Punkt-zu-Punkt-Ăśbertragungen.
Ericsson sieht in dieser Technik einen großen Vorteil für UMTS-Provider, denn diese könnten Mobilfernsehen und IPTV-Dienste für mobile Endgeräte aus einer Hand anbieten – frei jeglicher Regulierungsversuche .
MBMS verwendet ebenso wie DVB-H und T-DMB das Videokompressionsformat MPEG-4 AVC (H.264) nebst AAC-Ton. (vza)