Arbeitsministerium beantragt EU-Geld für Ex-Beschäftigte von BenQ Mobile

Gelder aus dem EU-Globalisierungsfonds, der zur Abmilderung von Globalisierungsfolgen eingerichtet wurde, sollen den Arbeitnehmern zugute kommen, die von der Insolvenz des Handy-Herstellers betroffen sind.

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  • dpa

Die von der Insolvenz des aus der Siemens-Handy-Sparte hervorgegangenen Handy-Herstellers BenQ Mobile betroffenen Arbeitnehmer sollen nach dem Willen von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) Gelder aus dem EU-Globalisierungsfonds erhalten. Der Minister habe die Förderung Ende Juni bei der EU-Kommission beantragt, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Montag und bestätigte damit einen Handelsblatt-Bericht.

Der Fonds mit einem Volumen von 500 Millionen Euro war Anfang des Jahres zur Abmilderung von Globalisierungsfolgen auf Wunsch von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso eingerichtet worden. Welche Fördersumme beantragt sei, teilte die Sprecherin nicht mit. Frankreich und Finnland hätten ebenfalls Förderanträge gestellt. Ende des vergangenen Jahres hatten mehr als 3000 Beschäftigte durch die Pleite des Mobilfunkhersteller, der zuvor von Siemens an das taiwanesische Unternehmen BenQ verkauft worden war, ihren Arbeitsplatz verloren. (dpa) / (jk)