10.000 neue Arbeitsplätze bei Siemens

Im laufenden Geschäftsjahr hat der Technologiekonzern bisher 8200 neue Stellen geschaffen, allerdings nur wenige davon in Deutschland. Insgesamt sollen dieses Geschäftsjahr noch 1800 neue Stellen folgen.

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Siemens hat im laufenden Geschäftsjahr, das im Oktober 2006 begann, bisher 8200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres sollen noch weitere 1800 folgen, teilte laut Süddeutscher Zeitung ein Unternehmenssprecher mit. Diese sollen demnach vor allem in den Industrie- und Energiesparten entstehen. Wegen des zuletzt stark gestiegenen Auftragsvolumens müsse der Konzern reagieren. Allerdings seien nur 300 Stellen in Deutschland geschaffen worden.

Die Pläne beziehen sich nur auf das fortgeführte Geschäft, zu dem Siemens zum Beispiel die Kommunikationssparte Enterprise Communications nicht zählt. Dort sollen bis zum Jahresende 600 Stellen wegfallen. Ebenso gehört die Autozuliefersparte VDO nicht mehr dazu. Sie ist ebenfalls von Stellenstreichungen bedroht. Die Mitarbeiter des Netzausrüsters Nokia Siemens Networks, der tausende Mitarbeiter entlassen will, werden inzwischen allein den Finnen zugerechnet.

Erhöhten Bedarf an neuen Mitarbeitern sieht Siemens vor allem in Indien und China sowie in Mittel- und Südamerika. In Europa stelle der Konzern vor allem in Tschechien und Dänemark ein. Der vielfach beklagte Fachkräftemangel in Deutschland mache dem Konzern nur in wenigen hochspezialisierten Bereichen wie der Hochspannungstechnik Sorgen, heißt es. (anw)