Rolls-Royce Ghost Coupé auf geheimer Testfahrt
Seit 2009 wird das aktuelle Einstiegsmodell „Ghost“ der Rolls-Royce-Familie gebaut. Nun bekommt der noble Clan ein neues Mitglied, denn die Coupé-Variante wird bereits im öffentlichen Straßenverkehr getestet
- Gregor Hebermehl
München, 9. Juli 2012 – Seit 2009 wird das aktuelle Einstiegsmodell „Ghost“ der Rolls-Royce-Familie gebaut. Nun bekommt der noble Clan ein neues Mitglied – die Coupé-Variante wird bereits im öffentlichen Straßenverkehr getestet. Allerdings ist der feine Brite noch schwer getarnt.
Gut getarnt
Die hinteren, gegenläufig öffnenden Portale der Ghost-Limousine entfallen, und der mittlere Türgriff wird der echte sein. Die drei Griffe an jeder Seite des Erlkönigs sind nur Tarnung. Die hinteren Zugänge des Erlkönigs sind nur durch Klebestreifen angedeutet. Das Dach des Ghost Coupé fällt sanft nach hinten ab und läuft in einer sehr stark geneigten Heckscheibe aus. Der beim Erlkönig angedeutete Dachkantenspoiler sowie der Wulst am Heckabschluss werden wahrscheinlich nur Tarnung sein – mit derartigen Stilelementen würden die Rolls-Royce-Designer die Eleganz ihrer Wagen riskieren. Die beiden Doppelendrohre könnten, wie auch bei der Limousine, mit jeweils einer gemeinsamen Blende versehen werden.
Rolls-Royce Ghost Coupé auf geheimer Testfahrt (8 Bilder)

Traut sich jetzt mit einer ordentlichen Portion Tarnung in den öffentlichen Straßenverkehr: Das neue Rolls-Royce Ghost Coupé
Dem im Vergleich zur Limousine etwas sportlicherem Anspruch eines Coupés entsprechend könnte der zweitürige Ghost minimal tiefer liegen und etwas straffer gefedert sein. Auf jeden Fall ist die Coupé-Konstruktion die Voraussetzung für eine weitere Karosserie-Variante: das Cabrio. Während das Ghost-Coupé für 2013/2014 erwartet wird, könnte die Drophead genannte Cabrio-Version ein Jahr später auf den Markt kommen.
Zwölfzylinder bleibt
Das Coupé der Ghost-Reihe wird wie die Limousine einen kleinen Elektromotor zum Ein- und Ausfahren der Spirit of Ecstasy oder kurz Emily genannten Kühlerfigur bekommen. Auch der Antrieb, ein 570-PS-Motor wird übernommen. Der 6,6-Liter-Zwölfzylinder-Turbo bläst die Limousine in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Bentley bietet die Continental-Modelle auch noch als Speed-Varianten mit mehr Leistung an – ob Rolls-Royce nachziehen wird, ist offen. Schließlich soll das kleine Rolls-Royce Coupé gegen den Bentley Continental GT antreten. (imp)