Porsche 918 Spyder: Walter Röhrl testet Erlkönig

Schon vor mehr als zwei Jahren zeigte Porsche den 918 Spyder als Studie, die, wie aktuelle Erlkönigbilder zeigen, sehr nah an der Serienversion war. Derzeit testet Walter Röhrl auf dem Nürburgring den neuen Sportwagen

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Von
  • rhi
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Haar, 19. Juli 2012 – Kaum ein Hersteller hat so lange vor dem Start eines Modells soviel verraten wie Porsche vom 918 Spyder. Schon vor mehr als zwei Jahren zeigte der Sportwagenbauer auf dem Genfer Autosalon eine Studie, die, wie aktuelle Erlkönigbilder zeigen, sehr nah an der Serienversion war. Derzeit testet Rallye-Ikone Walter Röhrl auf dem Nürburgring den neuen Sportwagen.

Der Zweisitzer wird über ein manuelles Dachsystem mit herausnehmbaren Hälften verfügen. Diese können vorne im Kofferraum untergebracht werden. Das Monocoque samt Motorträger besteht aus kohlefaserverstärktem CFK. Hinzu kommen eine adaptive Hinterachslenkung und eine nach oben mündende Abgasanlage. Der Porsche 918 Spyder soll als Plug-in-Hybrid auf den Markt kommen. Der V8-Benziner mit über vier Litern Hubraum soll mehr als 500 PS leisten. Der Mittelmotor basiert auf dem Antrieb des Langstrecken-Rennwagens RS Spyder. Dazu kommen zwei Elektromotoren mit zusammen mindestens 160 kW Leistung. Das letzte Wort scheint bei der Systemleistung aber noch nicht gesprochen: Porsche erwähnt im Mai 2012 sogar 770 PS. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen.

Porsche 918 Spyder: Walter Röhrl testet Erlkönig (15 Bilder)

Porsche-Testfahrer Walter Röhrl am Steuer des 918 Spyder

Da sich an jeder Achse ein Elektromotor befindet, wird ein Allradantrieb mit unabhängiger Steuerung der Antriebskraft an beiden Achsen möglich. Als Energiespeicher dient eine flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie, die innerhalb von drei Stunden an einer 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden kann. Damit ist laut Porsche eine rein elektrische Reichweite von mehr als 25 Kilometern möglich, die Höchstgeschwindigkeit beträgt hier 150 km/h. Den Gesamtverbrauch gibt der Hersteller mit exakt drei Litern auf 100 Kilometer an. Trotzdem soll der 918 Spyder für äußerst flotte Fahrleistungen gut sein: in 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h und eine Spitze von über 320 km/h. So soll der Supersportler in der Lage sein, die Nordschleife in weniger als 7:30 Minuten zu bewältigen.