Der Cruiser
Seit 1997 ist der Honda CR-V in Deutschland auf dem Markt und gehört damit zu den Vorreitern in seiner Klasse. Wir konnten die neuste Auflage des SUV schon ausprobieren.
- sle
München, 7. September 2012 – Seit 1997 ist der Honda CR-V in Deutschland auf dem Markt und gehört damit zu den Vorreitern in seiner Klasse. Nun hat Honda die vierte Generation vorgestellt, die im November zu uns kommt. Wir konnten die neuste Auflage des SUV schon ausprobieren.
Nun auch mit Frontantrieb
Mit einer Länge von 4,57 Meter passt der neue CR-V gut in die Kompakt-SUV-Klasse, in der auch der VW Tiguan oder der Mazda CX-5 angesiedelt sind. Den CR-V bieten die Japaner in zwei Motorisierungen an: mit einem 155 PS starken Zweiliter-Saugbenziner und einem 2,2-Liter-Diesel, der 150 PS leistet. Bei beiden handelt es sich um weiterentwickelte Motoren, deren verringerte Reibung zu einem niedrigeren Verbrauch führen soll. Den Diesel gibt es ausschließlich mit Allradantrieb, den Benziner kann man erstmals auch als Fronttriebler bestellen. Wir fuhren den Diesel in Kombination mit der aufpreispflichtigen Fünfgang-Automatik.
Der Cruiser (22 Bilder)

Honda stellt die vierte Auflage des CR-V vor.
Kein Hang zur Sportlichkeit
Als 2.2 i-DTEC 4WD Automatik ist der CR-V ein gutes Fahrzeug zum gelassenen Cruisen, weniger zum sportlichen Fahren. Der Diesel läuft angenehm leise und drängt sich auch von seiner Performance her nicht auf – man fährt mit ihm automatisch eher gelassen. Aber mit 350 Nm Drehmoment, die ab 2000/min anliegen, hat man genug Kraft für spontane Überholvorgänge. Die Automatik schaltet sehr unauffällig und passt damit perfekt zum Motor. Auf die Schaltwippen am Lenkrad hätten wir gut verzichten können, denn sportlich ist man mit dem CR-V nicht unterwegs.
Veraltete Automatik
Beim Verbrauch hat eine Automatik gegenüber einer Schaltung oft Nachteile, vor allem, wenn dabei auch noch weniger Gänge im Spiel sind. So ist es auch bei unserem Testkandidaten: Der CR-V 2.2 i-DTEC 4WD soll mit Fünfgang-Automatik 6,6 l/100 km verbrauchen, mit der serienmäßigen Sechsgang-Schaltung einen glatten Liter weniger. Auch ist die Automatikvariante beim Sprint um fast eine Sekunde langsamer als der Handschalter. Im Zeitalter von Achtgang-Automaten, die sogar schon in die Golfklasse vorgedrungen sind, wirkt die Fünfgang-Automatik von Honda wie ein Relikt vergangener Zeiten.