Ehemaliger Apple-Finanzchef einigt sich mit US-Börsenaufsicht

Fred Anderson hat sich laut einem Bericht des "Wall Street Journal" dazu bereit erklärt, eine Geldbuße von 150.000 US-Dollar zu zahlen.

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Ex-Apple-Finanzvorstand Fred Anderson hat sich mit der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) im Streit um Unregelmäßigkeiten bei Aktienoptionen geeinigt. Anderson werde ein Bußgeld von 150.000 US-Dollar zahlen sowie Rückzahlungen von Aktienoptionen im Wert von 3,5 Millionen Dollar leisten, zitierte das Wall Street Journal mit der Situation vertraute Personen.

Der Ex-Finanzchef müsse kein Schuldgeständnis ablegen und dürfe weiterhin als Aufsichtsratsmitglied oder Manager für ein Unternehmen arbeiten. Dem Bericht zufolge muss die ehemalige Apple-Justiziarin Nancy Heinen mit zivilrechtlichen Schritten seitens der Börsenaufsicht rechnen. Sie soll sowohl bei den Manipulationen der Datierung ihrer eigenen Optionsscheine als auch bei denen für Apple-Chef Steve Jobs geholfen haben. Heinen will die Klage anfechten.

Nach Abschluss interner Untersuchungen räumte Apple im Dezember die Rückdatierung von Aktienoptionen ein und bestätigte damit einen im Juni geäußerten Verdacht. Demnach sind in den Jahren 1997 bis 2002 in dem Unternehmen Aktienoptionen zurückdatiert worden. Nancy Heinen wurde im Juni 2002 bereits im Zusammenhang mit angeblich zweifelhaften Verkäufen von Apple-Aktien erwähnt.

Aktienoptionen räumen Mitarbeitern von Unternehmen das Recht ein, Anteilsscheine künftig zu einem Kurs von dem Datum zu erwerben, an dem sie ausgestellt wurden. In jüngster Zeit sind einige US-Unternehmen wegen der Praxis der Rückdatierung unter Druck geraten. Dabei wird das Ausstellungsdatum auf einen Zeitpunkt festgelegt, der eine höhere Spanne zum aktuellen Kurs ergibt. (anw)