Phil Schiller äußert sich zum iPhone 5
Der Apple-Marketingchef hält wenig von drahtlosen Ladegeräten und sieht auch kein Problem darin, dass dem neuen Smartphone NFC fehlt.
Apple-Marketingchef Phil Schiller hat sich in einem kurzen Interview mit dem zum Wall Street Journal gehörenden Tech-Blog All Things D zur technischen Philosophie hinter dem iPhone 5 geäußert. Demnach ließ der Hersteller einen NFC-Funkchip deshalb weg, weil bei dem Verfahren nicht klar sei, ob es tatsächlich aktuelle Kundenprobleme löse. Stattdessen setzt Apple auf das Internet-basierte Passbook, eine App, die in iOS 6 integriert ist. Diese Lösung erledige die Dinge, die heute von Kunden gewünscht seien und müsse nicht in bestehende Zahlungssysteme integriert werden.
(Bild: Apple)
Zum Thema drahtlose Ladetechnik, wie sie etwa Nokia beim neuen Lumia verwendet, meinte der Apple-Manager, die Idee sei noch nicht sonderlich durchdacht. "Es ist ein weiteres Gerät, dass man in die Steckdose stecken muss. Das verkompliziert die Sache meistens noch." Apple selbst setzt beim iPhone 5 sowie bei den neuen iPod-touch- und iPod-nano-Modellen auf die neue "Lightning"-Schnittstelle, die den Dock-Anschluss ersetzt und das Signal dann in Richtung USB ausgibt. "Das ist der moderne Anschluss für die nächsten zehn Jahre", sagte Schiller bei der Vorstellung am Mittwoch. Den 30-poligen Dock-Anschluss hatte Apple bereits 2003 eingeführt. Gegenüber All Things D meinte Schiller nun, es sei nicht anders möglich gewesen, Geräte noch kleiner zu bauen, als den Anschluss auszutauschen. Dieser werde nun "für viele Jahre" Standard sein. (bsc)