Das Günstigauto: Seat nennt die Preise des Leon
Der neue Seat Leon zählt zu den günstigsten Angeboten der Kompaktklasse. Auf derselben Plattform wie der VW Golf bietet er moderne Automobiltechnik weitaus preisgünstiger als der Wolfsburger Bruder
- Gernot Goppelt
Weiterstadt, 20. September 2012 – Zum neuen Audi A3 und VW Golf gesellt sich nun auch Bruder Seat Leon, die günstigste Möglichkeit, ein Auto zu fahren, dass auf Grundlage des modularen Querbaukastens des Volkswagen-Konzerns entstanden ist. Der Vierte im Bunde – der neue Skoda Octavia – lässt noch bis 2013 auf sich warten und wird an dieser Feststellung mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nichts ändern.
Preisschlager
Die Preisgestaltung für den neuen Leon ist hoch ambitioniert, allerdings ausnahmsweise einmal im positiven Sinne. Nur einige Beispiele: Den Einstieg bildet der Leon 1.2 TSI mit 86 PS für 15.390 Euro. Zugegeben, er hat nicht einmal eine Klimaanlage, aber immerhin sind sämtliche wichtigen Sicherheitsmerkmale vorhanden, bis hin zu Seiten- und Kopfairbags. Über dem Leon ohne Nachnamen rangiert der Leon Reference, den es mit zwei Benzinern und Dieselmotoren mit Leistungen zwischen 90 und 105 PS gibt. Hier bekommt man immerhin schon eine Klimaanlage, ein Audiosystem mit Touchscreen oder eine USB-Schnittstelle dazu. Der stärkere 1.2 TSI mit 105 PS kostet 17.990 Euro, der 105-PS-Diesel 20.790 Euro. Wir wollen hier nun nicht sämtliche Preis-Ausstattungs-Kombinationen aufdröseln, das kann die Seat-Website besser und das Bild links ebenfalls. Doch bereits diese Beispiele zeigen, dass Seat für einen günstigen Preis ein technisch hochwertiges Autos anbietet, das weitaus günstiger ist als der unter dem Blech fast identische VW Golf.
Das Günstigauto: Seat nennt die Preise des Leon (3 Bilder)

Ob er einem gefällt oder nicht: Preislich ist der Leon ein verlockendes Angebot.
Erfreulich ist auch die Preisgestaltung der höchsten Ausstattungsversion Style, wir greifen einmal den beliebten 105-PS-TSI in Verbindung mit 7-Gang-DSG heraus. Damit kostet der Leon 21.290 Euro. Zur Ausstattung gehören zum Beispiel Leichtmetallräder, statisches Abbiegelicht, Audiosystem mit farbigem Touchscreen, USB und SD-Karten-Slot, Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Audio Streaming, Berganfahrassistent, Tempomat. Lederlenkrad usw. All das gibt es übrigens noch günstiger, wenn ein Sechsgang-Handschaltgetriebe reicht: 19.590 Euro. Bei dieser Preisgestaltung fragen wir uns, wie Seat zukünftig den Ibiza vermarkten will, der bei vergleichbarer Ausstattung nicht viel weniger kostet .
Preiswertes Sportstudio
Über die genannten Ausstattungsvarianten hinaus gibt es noch die Sportversion FR, die mit dem 150-PS-Diesel und dem von Audi entwickelten 1.8 TSI angeboten wird. Er leistet immerhin 180 PS und ist mit Handschaltgetriebe für 24.190 Euro zu haben, in Verbindung mit DSG fallen 25.890 an. Machen Sie sich einmal den Spaß, einen Audi A3 mit vergleichbarer Ausstattung zu konfigurieren. Es könnte sein, dass selbst seine "Premiumqualität" dann weniger Charme entwickelt als das schnell gesparte Urlaubsgeld, wenn man einen Leon FR nimmt. Zugegeben, das Audi-Image ist ein besonderes, dafür geben manche gerne mehr aus. Zurück zum Leon: Die teuerste Variante, die Seat derzeit anbieten kann, ist der FR mit dem 150 PS starken Diesel in Verbindung mit DSG, kostet 27.490 Euro. Etwas weniger, nämlich 27.110 Euro, kostet der FR mit dem 184 PS starken Diesel.