Fliegender Holländer: Donkervoort D8 GTO

Donckervoort hat seinen neuen Leicht­gewichts­sportler D8 GTO auf der Renn­strecke in Nardo getetest. Dabei erbrachte er Beschleunigungs­werte, bei denen selbst Sport­motorräder Mühe haben zu folgen

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Lelystad (Niederlande), 8. Oktober 2012 – Nach zweieinhalb Jahren Entwicklungszeit in Zusammenarbeit mit der Audi Quattro GmbH präsentierte Donkervoort Automobielen aus Lelystad im Dezember den Donkervoort D8 GTO. Der Renner verwendet den Fünfzylinder-TFSI-Motor, mit dem auch der Audi RS3 und der TT RS ausgestattet werden. Mit je nach Version 340 oder 380 PS ist das 700-Kilogramm-Leichtgewicht einer der schnellsten Sportwagen auf dem europäischen Markt. Inzwischen sind neun Monate intensiver Tests vergangen. Zum Abschluss machte sich das Entwicklerteam nun auf zum italienischen Nardò-Ring.

Dabei wurde sowohl die 340 PS starke Standardausführung als auch die Premiumversion mit 380 PS getestet. Schon die Standardvariante braucht nur 3,3 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h, der D8 GTO Premium benötigt lediglich 2,8 Sekunden. 200 km/h sind im ersten Fall nach 9,4 Sekunden und beim starken Bruder bereits nach 8,6 Sekunden erreicht. Die jeweilige Höchstgeschwindigkeit beträgt 255 und 270 km/h.

Nardò liegt an der südlichsten Spitze Italiens. So lagen die Temperaturen während der Tests bei etwa 32 Grad – ideal, um Temperaturbeständigkeitstests durchzuführen. Außerdem bietet Nardò die unterschiedlichsten Teststrecken: ein vierspuriger 13,5 Kilometer langer Rundkurs, auf dem Geschwindigkeiten über 300 km/h gefahren werden können, eine Rennstrecke, die dem Nürburgring ähnelt, viele Strecken mit den verschiedensten Fahrbahnbelägen wie Asphalt, Schotter, Kopfsteinpflaster und eine Sandpiste für Brems-, Straßenlage- und Traktionstests. So konnten auch Endurance-Tests unter extremen Bedingungen durchgeführt werden.

Am ersten Testtag wurden mehrere Runden auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke absolviert. Anschließend wurde der GTO in einen geschlossenen Raum gestellt, um – bei ausgeschaltetem Motor – für 45 Minuten weiter aufzuheizen. Der GTO blieb unbeeindruckt und bestand sämtliche Temperaturtests mit Bravour, heißt es von Donkervoort. Nach den Tests für die europäische Typisierung, die am zweiten Tag durchgeführt wurden, war das Entwicklerteam besonders gespannt auf die Ergebnisse des über zwei Stunden dauernden Endurance-Tests auf der Rennstrecke. Wie würde sie der GTO bei den hohen Temperaturen überstehen und war noch etwas zu verbessern? Nach einigen Verbesserungen an der Fahrwerksabstimmung konnten die Zeiten während des zweistündigen fast ununterbrochenen Fahrens Runde um Runde verbessert werden. Schließlich wurde eine Bestzeit von zwei Minuten und 29,8 Sekunden gemessen.

Fliegender Holländer: Donkervoort D8 GTO (14 Bilder)

Nur 700 Kilo: Dank Leichtbau ist der Donkervoort besonders leicht.

(imp)