Glanznummer: Lackpflege im Herbst

Wer jetzt im Herbst den Lack seines Autos richtig pflegt, investiert gezielt in den Werterhalt. wir zeigen, welche Mittel zu empfehlen sind und wie man am besten vorgeht

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Inhaltsverzeichnis

Haar, 15. Oktober 2012 – Der Herbst ist eine ideale Zeit für die Pflege eines Autolacks. Diese Feststellung baut auf zweierlei Erkenntnissen auf: Zum einen setzt die bevorstehende kalte Jahreszeit dem Lack doch ziemlich zu, sodass man die letzten warmen Tage des Jahres zur Vorbereitung auf Streusalz und Co. nutzen sollte. Zum anderen sind die herbstlichen Temperaturen so, dass man die meisten Mittel ohne Probleme auch in der Sonne verarbeiten kann – was im Sommer eher nicht zu empfehlen ist.

Eine richtige Pflege beginnt mit einer gründlichen Autowäsche. Ob diese in einer Waschstraße oder einer Selbstwaschbox stattfindet, ist Geschmackssache. Mit etwas Einsatz wird das Auto bei der Wäsche per Hand sauberer, weil man Ecken und Kanten leichter erreicht. Zudem ist diese Art zu Waschen oftmals günstiger als die Nutzung einer Waschanlage. Dort geht es dafür schneller, zumal das Auto am Ende noch trocken gepustet wird.

Glanznummer: Lackpflege im Herbst (9 Bilder)

Lackpflege sollte immer mit einer gründlichen Autowäsche beginnen. Ob man dabei eine Waschanlage oder eine Selbstwaschbox bevorzugt, ist Geschmackssache.

(Bild: mfz)

Für stark verschmutze Felgen kann sich ein spezieller Reiniger lohnen. Die Gesellschaft für technische Überwachung hat solche Putzhilfen gerade getestet. Fazit der Tester: Sind die Räder stark verschmutzt, helfen nur die teuren Reiniger wirklich. Zudem sollten die Einwirkzeiten genau beachtet werden, da sonst Schäden zu befürchten sind. Zudem sollte mit reichlich Wasser nachgespült werden. Die Erfahrung des Autors: Ganz ohne Nachwischen wird die Felge meistens nicht richtig sauber. Hier hilft nur, den Dreck nicht allzu lange auf dem Rad zu belassen.

Bei der Lackpflege unterscheidet man ganz grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Mitteln: Politur, Hartwachs und Versieglung. Die drei werden häufig verwechselt. Die Politur (manchmal auch als Lackreiniger verkauft) hat feine Schleifpartikel, die die oberste Lacksicht hauchdünn abtragen und so neuen Glanz erzeugen. Wachs legt eine Schutzschicht auf den Lack, um ihn vor bestimmten äußeren Einflüssen zu schützen. Eine professionelle Versiegelung wird in mehreren Schichten aufgetragen und hat den Vorteil, dass sie länger hält als Wachs. Nachteile sind hier die aufwändige Verarbeitung und der hohe Preis.

Politur wird mit verschiedenen „Stärken“ angeboten. Der Unterschied liegt in der Zahl der Schleifpartikel. Die Palette reicht von Mitteln für extrem stumpfe Lacke bis hin Polituren für Neuwagen mit Mikrokratzern. Generell sollte eine Politur mit gewisser Vorsicht eingesetzt werden, insbesondere bei der Anwendung mit einer Poliermaschine. Wer dabei mit zuviel Druck arbeitet, kann unter Umständen mehr Schaden als Nutzen verursachen.

Vielfach ist eine Politur gar nicht nötig, weil meist schon Hartwachs für ein gutes Glanz-Ergebnis ausreicht. Seit einigen Jahren werden Kombiprodukte angeboten, die polieren und wachsen in einem Arbeitsgang erledigen. Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) hat im April 2012 solche Produkte getestet, wobei vier von fünf mindestens gut abschnitten. In unserer Bildergalerie haben wir die Ergebnisse noch einmal zusammengestellt.