Opels neues "Premium"-Cabrio Cascada
Nach Adam und Mokka folgt bereits Anfang 2013 das nächste neue Opel-Modell: der Cascada. Der Cascada wird als großzügig-elegantes Cabrio positioniert, mit gut gedämmtem Stoffdach und moderner Motorentechnik
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Rüsselsheim, 17. Oktober 2012 – Opel bemüht sich intensiv darum, sein Image durch eine größere Vielfalt zu schärfen. Mit dem Adam bringen die Rüsselsheimer einen pfiffigen Kleinwagen auf den Markt, der auf gute Laune setzt – und mit dem Mokka transferiert Opel ein SUV ins Kleinwagensegment. Anfang 2013 folgt der Cascada, ein richtiges Cabrio mit Stoffdach, das sich – so finden wir – wunderbar schlüssig in die Karosserieform fügt. Nun hat Opel erste Details veröffentlicht, unter anderem wird der Cascada auch den neuen, hochinteressanten 1,6-Liter-Turbo bekommen, mit dem Opel an der Spitze des derzeit technisch Machbaren mitmischen will.
Ein stattlicher Gleiter
Auf eines legt Opel Wert: Beim Cascada handelt es sich nicht um den Nachfolger des Astra Cabrio, sondern um ein eigenständiges, offenes Mittelklassemodell. Mit knapp 4,70 Meter Länge liegt der Cascada näher am Insignia (4,83 Meter) als am Astra (4,42 Meter). Ähnlich groß wie der Cascada ist das Mercedes E-Klasse Cabrio, das jedoch in der oberen Mittelklasse antritt. Ein Audi A5 Cabrio ist etwas kleiner, genauso wie das Infiniti G37 Cabrio und der Lancia Flavia.
Der Opel-Neuling ist ein Viersitzer mit Stoffdach. Es ist sicherlich akustisch schwerer zu beherrschen als ein Klappdach, doch dafür hat man gestalterisch mehr Freiheiten. Das Verdeck öffnet und schließt elektrisch in 17 Sekunden, was bis zu einem Tempo von 50 km/h funktioniert. Dazu ist ein Knopf in der Mittelkonsole zu drücken. Alternativ kann man das Verdeck auch über einen Knopf auf der Fernbedienung der Zentralverriegelung öffnen und schließen – und zwar serienmäßig. Ein spezielles Polyester-Vlies zwischen äußerer Dämmschicht und Innenverkleidung soll gute Akustik- und Wärmedämmung sicherstellen. Zum Marktstart gibt drei Dachfarben, die mit zehn Lacktönen kombiniert werden können. Statt fester Überrollbügel, welche die Optik stören könnten, hat der Cascada Sicherheitsstäbe, die automatisch bei einem Überschlag hinter den Rücksitzen herausschießen.
Das Cockpit prunkt auf Wunsch mit handvernähten Materialien am Instrumententräger und Nappaledersitzen. Sie lassen sich nicht nur belüften und beheizen, sondern sind auch von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) auf Ergonomie getestet. Ein elektrischer Gurtbringer hilft den vorderen Passagieren beim Anschnallen. Die ebenfalls elektrische Easy-Entry-Funktion der Vordersitze erleichtert den Zugang zu den Fondplätzen. Das Ladevolumen des Kofferraums reicht von 280 Liter bei geöffnetem bis zu 350 Liter bei geschlossenem Verdeck. Zusätzlich können die Rücksitzlehnen im Verhältnis 50:50 umgelegt werden.
HiPerStrut-Vorderachse
Unter dem aufwendig verstärkten Blech kommen an der Vorderachse die so genannten Hochleistungsfederbeine (HiPerStruts, High Performance Struts) zum Einsatz. Diese McPherson-Weiterentwicklung entkoppelt die Lenkbewegung der Radträger vom Federbein, was unter anderem helfen soll, Antriebseinflüsse zu unterdrücken. Angaben zur Hinterachse fehlen noch. Die adaptive Fahrwerkskontrolle FlexRide ist optional verfügbar. Bei den Rädern kann man zwischen Größen von 17 bis 20 Zoll wählen. Das Bremssystem variiert mit den gewählten Rädern; der Durchmesser der Bremsscheiben beträgt bis zu 326 Millimeter vorne und 325 Millimeter hinten.
Neuer 1.6 SIDI Turbo
Das Highlight bei den Motoren ist der erst kürzlich vorgestellte, neue 1,6-Liter-Turbo mit Benzindirekteinspritzung. Im Cascada wird der 1.6 SIDI Turbo zunächst nur in der 170 PS starken Variante verfügbar sein. Sie stemmt 280 Nm Drehmoment zwischen 1650 und 3200 U/min. Darüber hinaus kommen bekannte Motoren zum Einsatz: der 1,4-Liter-Turbobenziner mit 120 oder 140 PS sowie der 2.0 CDTI mit 165 PS. Weitere Motoren sollen folgen, darunter könnte auch die 200-PS-Version des 1.6 SIDI sein. Serie ist eine Sechsgang-Schaltung. Den 1.6 SIDI und den Diesel kann man auch mit einer neuen Sechsgang-Automatik bestellen, die eine manuelle Gangwahl ermöglicht. Zu den Hightech-Optionen zählen das adaptive Lichtsystem AFL+ sowie eine optimierte Frontkamera für verbesserte Assistenten wie Verkehrsschilderkennung, Spurassistent und Abstandswarner. Hinzu kommen ein Totwinkelwarner, ein beheizbares Lenkrad und mehr. Das neue Cabrio soll bereits Anfang 2013 starten. Die Preise nennt Opel noch nicht.
Opels neues "Premium"-Cabrio Cascada (17 Bilder)

Opel Cascada: Das neue Cabrio soll eine Klasse höher antreten als das ausgelaufene Astra Cabrio.
(imp)