Umfrage: Bereitschaft zum Pendeln sinkt

Ist der einfache Arbeitsweg länger als 70 Kilometer, zieht eine Mehrheit der Deutschen lieber in die Nähe des Arbeitsplatzes als jeden Tag zu pendeln. Damit ist die Schmerzgrenze in den vergangenen zwei Jahren um fast 30 Prozent gesunken

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Ist der einfache Arbeitsweg länger als 70 Kilometer, zieht eine Mehrheit der Deutschen lieber in die Nähe des Arbeitsplatzes als jeden Tag zu pendeln. Damit ist die Schmerzgrenze in den vergangenen zwei Jahren um fast 30 Prozent gesunken. Das geht aus einer Umfrage von immowelt hervor, in der 1016 Personen befragt wurden. In einer Studie aus dem Jahr 2010 war die Mehrheit der Pendler noch bereit, täglich 98 km zu fahren.

Immerhin fĂĽnf Prozent der Befragten wĂĽrden mehr als 200 km zur Arbeit fahren, um einen Umzug zu vermeiden.

Hauptursache für die erhöhte Bereitschaft umzuziehen dürften die gestiegenen Spritpreise sein: Laut ADAC sind die Kosten für Benzin zwischen Januar 2010 und Mai 2012 um 18 Prozent gestiegen, die Preise für Diesel sogar um 27 Prozent. Vom Alter hängt die akzeptierte Entfernung dagegen kaum ab. Die 18- bis 30-jährigen sind im Schnitt mit maximal 65 Kilometer einverstanden, die Gruppe der 31- bis 50-jährigen würde im Durchschnitt bis zu 73 Kilometer dulden. Menschen die älter als 50 sind, würden 70 Kilometer in Kauf nehmen.

Ein Blick auf die Gesamtzahlen zeigt erstaunliches: Immerhin 25 Prozent der Befragten sind bereit, zwischen 100 und 149 Kilometer zur Arbeit zu fahren. Fünf Prozent würden sogar mehr als 200 Kilometer, wohlgemerkt einfache Strecke, akzeptieren, bevor sie einen Umzug in Erwägung ziehen. (mfz)