M-Klasse mit Stehhöhe

Wieder auf dem neuesten Stand der Stuttgarter Geländewagentechnik ist der heilige Vater. Mercedes-Modelle haben im Vatikan Tradition: 1930 lieferte man das erste umgebaute Fahrzeug

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  • tsc

Stuttgart/Rom, 10. Dezember 2012 – Wieder auf dem neuesten Stand der Stuttgarter Geländewagentechnik ist der heilige Vater. Der Vorstandschef von Daimler, Dieter Zetsche, übergab eine Mercedes-Benz M-Klasse mit Sonderaufbau persönlich im Vatikan. Durch den verglasten Aufbau hat der Pontifex die Möglichkeit, den Menschen möglichst nahe zu sein, ohne dabei auf Sicherheit und Komfort verzichten zu müssen. Gegenüber dem Vorgängerfahrzeug wurde die Kuppel deutlich vergrößert, was dem Papst ein verbessertes Raumangebot und einen komfortableren Einstieg ermöglicht. Auch wurde die Sicht auf Seine Heiligkeit durch eine erheblich größere Glasfläche und einen beleuchteten Innenhimmel verbessert. Der Thron im Aufbau ist mit dem gestickten Wappen des Heiligen Vaters versehen.

Wie schon bei den Vorgängermodellen ist auch die Karosserie des neuen Papamobils diamantweiß lackiert. Um das Ein- und Ausladen auf den häufigen Flugreisen zu erleichtern, verringerte Mercedes die Gesamthöhe des Fahrzeugs um einige Zentimeter. Gleichzeitig soll die Innenhöhe für den Papst leicht angewachsen sein.

M-Klasse mit Stehhöhe (20 Bilder)

Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche ĂĽbergab dem Papst im Vatikan das neue Papamobil.

Seit über 80 Jahren stellt Mercedes dem katholischen Kirchenoberhaupt Fahrzeuge zur Verfügung. Der erste Wagen war 1930 eine Nürburg 460 Pullman-Limousine für Pius XI.. In den 1960er Jahren erhielt Johannes XXIII. ein 300d Landaulet als Cabrio mit Automatikgetriebe. Nach ihm nutzte Paul VI. erst einen Mercedes-Benz 600 Pullman-Landaulet, später dann einen 300 SEL. Ab den 1980er Jahren fuhr Johannes Paul II. mit einer umgebauten G-Klasse zu den Feierlichkeiten auf dem Petersplatz. Ab 2002 war er meist im Vorgängermodell des neuen Papamobils unterwegs, das bisher auch Benedikt XVI. nutzte. Erst im September 2012 überreichte Renault seiner Heiligkeit zwei umgebaute elektrisch betriebene Kangoo Z.E. Die Werbewirkung scheint enorm zu sein, denn der heilige Stuhl kann über zahlreiche Fahrzeuge verschiedenster Hersteller verfügen. In der Bildergalerie sind ein paar davon zu sehen. (imp)