Mit Nachdruck
Ab Mai 2013 bietet BMW das 6er Gran Coupé auch als M6 an. Der bekommt den aufgeladenen V8-Motor aus dem M5, wird allerdings deutlich teurer als dieser. Wir stellen den flotten Viertürer vor
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München, 13. Dezember 2012 – Sich im elitären Kreis der viertürigen Coupés abzuheben, ist gar nicht so einfach. Die Stückzahlen sind eher gering, und die ohnehin nicht große Nische ist mit Autos wie dem Mercedes CLS oder dem Audi A7 bereits gut gefüllt. BMW versucht es nun mit mehr Leistung und bietet das 6er Gran Coupé ab Mai 2013 auch als M6 an.
Maschine aus dem M5
Für ordentlichen Vortrieb sorgt der aus dem M5 bekannte V8-Benziner mit 560 PS. Der 4,4-Liter-Direkteinspritzer besitzt zwei Twin-Scroll-Turbolader, die vollvariable Ventilhubverstellung Valvetronic sowie die stufenlose Nockenwellenverstellung Doppel-Vanos. Resultat: Der Motor stellt zwischen 1500 und 5750 U/min 680 Nm bereit. Den Spurt von null auf 100 km/h soll das M6 Gran Coupé in 4,2 Sekunden absolvieren. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt, mit dem M Driver's Package sind es 305 km/h. Den Verbrauch im NEFZ gibt BMW mit 9,9 l/100 km an. In der Praxis wird wohl auch das serienmäßige Start-Stopp-System nichts daran ändern, dass dieser Wert kaum zu erreichen sein dürfte. Die Konkurrenten verbrauchen ähnlich viel, leisten allerdings auch weniger. Der Audi S7 ist mit 9,6 l/100 km im NEFZ angegeben, bietet aber „nur“ 420 PS.
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Nach dem BMW M6 Coupé und M6 Cabrio kommt nun das M6 Gran Coupé.
Sperrdifferenzial
Zur Kraftübertragung dient ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, ein Schaltgetriebe bietet BMW nicht an. Seine elektronische Steuerung bietet eine Launch-Control-Funktion. Beim hurtigen Beschleunigen aus Kurven soll eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung im Hinterachsgetriebe für die optimale Verteilung des Antriebsmoments zwischen den Rädern sorgen. Adaptive Stoßdämpfer gehören zur Serienausstattung. Antrieb und Fahrwerk können über Knöpfe eingestellt werden, die rund um den Gangwahlhebel angeordnet sind. Unabhängig voneinander können so der ESP-Modus, die Motorcharakteristik, das Kennfeld der Stoßdämpfer sowie der Lenkung und das Schaltprogramm ausgewählt werden. Das Setup lässt sich abspeichern und per Taste am Lenkrad abrufen.
LED-Scheinwerfer
Die Fahrzeugfront wird mit großen Lufteinlässen, adaptiven LED-Scheinwerfern und einer neu gestalteten Niere verändert. Die 20-Zoll-Aluräder sind serienmäßig. Hinten gibt es weit außen platzierte Doppelauspuffrohre sowie einen Diffusor aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK). Der gleiche Werkstoff wird auch als Material für das Dach verwendet, das außerdem eine Vertiefung im mittleren Bereich bekommt. Diese Kontur wird innen aufgegriffen. Der graue Alcantara-Dachhimmel wird dazu um eine Mittelbahn aus Leder ergänzt. Fahrer und Beifahrer nehmen auf M-Sportsitzen mit integrierter Gurtführung Platz. Lederbezüge sind Serie, bei der Farbe hat der Kunde eine reichliche Auswahl. Im Fond gibt es Raum für zwei Passagiere, den dritten Sitzplatz hinten empfiehlt selbst BMW nur für kürzere Strecken. Die Fondsitzlehne kann asymmetrisch geteilt umgeklappt werden. Das Stauvolumen steigt damit von 460 auf 1265 Liter.
Ab Mai beim Händler
Zur Serienausstattung gehören das Radio BMW Professional und eine Zweizonen-Klimaautomatik. Dabei wird wohl kaum ein Kunde belassen. Trotz der bereits recht umfangreichen Ausstattung ab Werk werden die meisten M6-Käufer wohl noch in Dinge wie Navigations- und Soundsystem oder auch das Head-Up-Display investieren. Beim Händler steht das M6 Gran Coupé ab Mai 2013. Die Preise beginnen bei 128.800 Euro. (imp)