Drei Bundesländer kooperieren bei Galileo

Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bayern werden verschiedene Teilprojekte betreuen. Die BayNavTech ĂĽbernimmt die Steuerung und Ăśberwachung des Satellitenbetriebs.

vorlesen Druckansicht 41 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Sven-Olaf Suhl

Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bayern werden bei der Entwicklung und Anwendung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo kooperieren. Ein entsprechender Vertrag wurde am gestrigen Dienstag anlässlich der Eröffnung des noch bis Donnerstag laufenden Munich Satellite Navigation Summit 2006 unterzeichnet.

Nach Angaben des mecklenburg-vorpommerschen Wirtschaftsministeriums übernimmt dabei Bayern über die BayNavTech die Steuerung und Überwachung des Satellitenbetriebs. Die niedersächsische Initiative GAUSS bündelt die Zertifizierung der sicherheitskritischen Anwendungen. Mecklenburg-Vorpommern bringt die Initiative GAMMA (Galileo Augmented Motion in Maritime Application) für Anwendungen in der Schifffahrt ein. Das Projekt beinhalte die Errichtung einer "weitgehend realen" Testumgebung im Hafenbereich Rostock-Warnemünde zur Entwicklung und Erprobung maritimer Satellitennavigationsdienste.

Ein erster Satellit wurde kurz nach Weihnachten 2005 erfolgreich ins All geschossen, bis man jedoch mit Galileo navigieren kann, müssen noch mindestens drei weitere Kollegen im Orbit eingetroffen sein. Im Januar hatte mit Südkorea das neunte Nicht-EU-Land seine Teilnahme am Galileo-Projekt erklärt. Für Galileo ist die Einbindung möglichst vieler, auch nicht-europäischer Staaten eine wichtige Voraussetzung, sollte das Programm tatsächlich eines Tages dem US-amerikanischen Global Positioning System (GPS) mit seiner derzeitigen Monopolstellung bei der zivilen Satellitennavigation Konkurrenz machen. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass die Kosten für Galileo bereits jetzt ein Drittel höher, als geplant, ausfallen. (ssu)