Alcatel-Lucent und NEC kooperieren bei schnellen Handy-Netzen
Die beiden Unternehmen planen eine Gemeinschaftsfirma, um mobile Infrastruktur der vierten Generation auf den Markt zu bringen, hieß es heute in Barcelona.
Die Telecomausrüster Alcatel-Lucent und NEC wollen bei der Entwicklung schneller Handy-Netze kooperieren. Geplant sei eine Gemeinschaftsfirma, um mobile Infrastruktur der vierten Generation auf den Markt zu bringen, teilte Alcatel-Lucent heute auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit. Die Zusammenarbeit sei ein erster Schritt für eine breite Kooperation. Die Technik der vierten Generation ist die Nachfolge der UMTS-Netze.
Die beiden Konzerne sollen an der Gemeinschaftsfirma jeweils die Hälfte halten. In einem ersten Schritt sollen Kunden in Nordamerika und Japan gewonnen werden, später soll Westeuropa folgen. Die neuen Netze werden vor allem in entwickelten Märkten nachgefragt, wo eine höhere Datennutzung eine Aufrüstung der Infrastruktur nötig macht.
Alcatel-Lucent war durch seine Fusion vor gut einem Jahr zum weltweiten Marktführer für Internet- und Telecom-Technik avanciert. Für 2007 musste das US-französische-Unternehmen allerdings einen Rekordverlust von 3,52 Milliarden Euro ausweisen. NEC ist ein japanischer Elektronikkonzern.
Die Branche der Telecom-Ausrüster steckt in einer umfassenden Konsolidierungsphase, die nach Einschätzung von Experten nicht abgeschlossen ist. Nach Angaben aus Branchenkreisen verhandelt Motorola über eine Bündelung seines Handy-Infrastrukturgeschäfts mit Nortel. Neben dem Zusammenschluss von Alcatel und Lucent hatte Ericsson die britische Marconi übernommen. Die Technologiekonzerne Siemens und Nokia führten ihr Netzwerk-Geschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen zusammen. Grund sind vor allem die sinkenden Preise für Infrastruktur. (dpa) / (anw)