Eingeschränkt freizügig
2007 zeigte KTM auf dem Genfer Autosalon einen ersten Prototypen des X-Bow. Nun, sechs Jahre präsentieren die Österreicher den X-Bow GT an gleicher Stelle. Er verfügt über eine vollwertige Windschutzscheibe und leistet 285 PS
Mattighofen (Österreich), 28. Februar 2013 – Nach so einem langen, kalten Winter hat man vielleicht Verständnis: KTM bringt mit dem X-Bow GT eine Komfortversion auf den Genfer Salon (7. bis 17. März 2013). Fenster und Türen machen den dann nicht mehr ganz so freizügigen Flitzer sogar etwas schneller.
Verbesserungen und Verwässerungen
Der martialisch anmutende GT basiert auf dem 300 PS starken X-Bow R, verfügt jedoch über eine vollwertige Windschutzscheibe mit Heizung und Wischanlage. Den Komfort weiter steigern sollen zudem besser gepolsterte Sitze und – bis 150 km/h – ein knöpfbares "Fetzndachl". Diese Maßnahmen machen den X-BOW auch schneller, wegen der Windschlüpfigkeit – eh klar.
Eingeschränkt freizügig (8 Bilder)

KTM zeigt auf dem Genfer Autosalon 2013 den X-Bow GT.
Dass derlei Komfortverbesserungen immer auch Purismusverwässerungen bedeuten, wissen die Verantwortlichen, weshalb der GT ein Zusatzangebot bleiben wird. Das wesentliche Komfortfeature der anderen Modelle ist weiterhin ein schmaler Windabweiser, um eine Straßenzulassung zu erhalten und die Helmpflicht zu umgehen.
Technisch nur leicht modernisiert
Der 2.0-TFSI-Motor stammt vom Volkswagen-Konzern und leistet durch eine geänderte Elektronik im GT 285 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 420 Nm bereit. Zwar ist die Leistung im Vergleich zum R gesunken, das Drehmoment stieg jedoch um 20 Nm. Das soll in der Praxis ein besser nutzbares Drehzahlband für den 847 Kilogramm leichten Hecktriebler bedeuten.
Der KTM X-Bow GT ist ab sofort bestellbar, die Auslieferung soll Ende April 2013 beginnen. Zu Preisen und genaueren technischen Daten gibt es derzeit noch keine Infos, er dürfte allerdings mehr als 80.000 Euro kosten. Der X-Bow R ist ab mindestens 69.996 Euro erhältlich. (fpi)