Combi-Aufschlag

Auf dem 83. Genfer Autosalon (7. bis 17. März 2013) stellt Skoda den dritten Octavia Combi vor. Er bietet mehr Platz und einige der heute wohl unvermeidlichen Assistenten. Die Preise bleiben günstig – zumindest auf den ersten Blick

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Der neue Skoda Octavia Combi steht ab dem 25. März in Deutschland bei den Händlern.
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Weiterstadt, 6. März 2013 – Auf dem 83. Genfer Autosalon (7. bis 17. März 2013) stellt Skoda den dritten Octavia Combi vor. Der soll seinen überaus erfolgreichen Vorgänger in vielerlei Hinsicht übertreffen, wenn er ab dem 25. März in Deutschland verkauft wird. Er bietet mehr Platz und einige der heute wohl unvermeidlichen Assistenten. Die Preise bleiben günstig – zumindest auf den ersten Blick.

Wie die Limousine bietet Skoda auch den Combi, der nur 650 Euro mehr kostet, zunächst in drei Ausstattungslinien an. Das Basismodell Active ist ab 16.640 Euro zu haben und nur echten Asketen zu empfehlen. Viel mehr als die elementaren Dinge, die man von einem modernen Auto ohnehin erwartet, sind nicht enthalten. Das wäre nicht weiter tragisch, wenn man die spärliche Ausstattung wenigstens nach eigenem Gusto aufpäppeln könnte. Doch Skoda versperrt diesen Weg und preist stattdessen lieber die nächst teurere Variante Ambition an. Die bringt dann nicht nur eine manuelle Klimaanlage, Tempomat und ein beleuchtetes Handschuhfach mit, sondern lässt sich auch mit fast allem ausstatten, was es auch für das aktuelle Topmodell Elegance gibt.

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Der neue Skoda Octavia Combi steht ab dem 25. März in Deutschland bei den Händlern.

Die mittlere Version Ambition kostet 2400 Euro mehr als die Basis, die üppig ausgestattete Variante Elegance noch einmal 2070 Euro mehr. Der vermeintlich günstige Einstiegpreis relativiert sich so schnell: Ein Octavia Ambition mit dem 105-PS-TSI kostet schon mehr als 4000 Euro mehr als das Basismodell. Der billigste Diesel startet bei 20.740 Euro – ohne Klimaanlage, auf die schon aus Gründen des Wiederkaufs kaum einer verzichten wird. Steht ein Automatikgetriebe auf dem Wunschzettel, geht derzeit nichts unter 24.940 Euro. In diesem Punkt besteht aber noch Hoffnung, denn momentan lässt sich das DSG nicht mit den kleinen Benzinern kombinieren – Skoda wird hier wohl noch in diesem Jahr das Angebot ausweiten.

Auch die Aufpreisliste birgt einige Überraschungen. Ein schönes Beispiel dafür ist das Soundsystem von Canton. In der Preisliste steht es mit fairen 470 Euro. Doch Käufer des Basismodells können es gar nicht ordern, wählt man die mittlere Ausstattung Ambition, muss zumindest das „Infotainmentsystem Bolero“ dazu bestellt werden. Das kostet 990 Euro extra und damit wohl über der Schmerzgrenze der meisten Kunden. Nur Käufer der teuren Elegance-Version zahlen tatsächlich nur 470 Euro für das Soundsystem, da hier das Radio Bolero schon zur Serienausstattung gehört.

Das Motorenangebot gleicht dem der Limousine. Zum Verkaufsstart im März werden vier Benziner und zwei Dieselmotoren angeboten. Der Basisbenziner leistet 86 PS, darüber ist der 105-PS-TSI positioniert. Die stärksten Ottomotoren leisten 140 und 180 PS, die beiden Dieselmotoren 105 und 150 PS. Das Angebot dürfte noch in diesem Jahr erweitert werden. Kurz nach dem Golf BlueMotion wird es wahrscheinlich auch den Octavia mit dem 1,6-Spar-TDI geben. Auch der TDI mit 184 PS, der im Golf GTD eingesetzt wird, kommt in den Octavia. Auf der IAA im September wird wahrscheinlich der RS vorgestellt, der den Zweiliter-Motor aus dem Golf GTI bekommt. (mfz)