Orientierung nach oben?
Auf dem Genfer Autosalon 2013 zeigen die Rüsselsheimer erstmals ihr neues Cabrio Cascada. Bei Opel gibt man sich alle Mühe zu betonen, dass der Neue nicht nur ein Astra ohne Dach ist. Eine Sitzprobe auf der Messe lieferte einige Eindrücke
- Jennifer Tomann
Genf, 8. März 2013 – Auf dem Genfer Autosalon 2013 (noch bis zum 17. März) zeigen die Rüsselsheimer erstmals der Weltöffentlichkeit ihr neues Cabrio Cascada. Bei Opel gibt man sich alle Mühe zu betonen, dass der Neue nicht nur ein Astra ohne Dach ist. Eine erste Sitzprobe auf der Messe lieferte einige Eindrücke.
Konkurrenz für den Audi A5?
Mit einer Länge von 4,70 Meter ist der Cascada deutlich länger als ein Astra Fünftürer. Selbst die Stufenheck-Version des Astra, die erst seit kurzem im Handel ist, übertrifft das Cabrio um vier Zentimeter. Opel selbst spricht von einem Mittelklasse-Cabrio, als Konkurrenz sieht man die offenen Varianten von Audi A5 und BMW 3er. Mit einem Einstiegspreis von 25.945 Euro ist der Cascada aber deutlich billiger. Wir sehen den Opel eher in Konkurrenz zu den kürzeren VW-Modellen Golf Cabrio und Eos. Das Golf Cabrio ist 1000 Euro günstiger, der Eos erheblich teurer, wenn man Benziner mit rund 120 PS zum Vergleich heranzieht – weniger gibt es im Cascada momentan nicht. Unabhängig davon erinnert vieles im und am Cascada an den Astra, auch wenn das Ausstellungsmodell in dem wir saßen fein ausstaffiert war.
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Premium-Stoffverdeck
Von außen ist der Cascada eindeutig als Opel auszumachen. Die Plattform teilt sich das Auto mit dem Astra, allerdings ist kein einziges Karosserieteil identisch, sagt Opel. Geschlossen gibt der Opel Cascada eine gute Figur ab. Das Verdeck ist eng geschnitten und fügt sich gut ins elegante Gesamtbild. Es ist in drei Farben erhältlich: serienmäßig in Schwarz oder gegen Aufpreis in einem dunklen Rot beziehungsweise in Mokka-Braun. Öffnen und schließen lässt sich das vollelektrische Dach über einen in der Mittelkonsole angebrachten Schalter. Das dauert 17 Sekunden. Andere können das noch schneller. Beim Öffnen legt sich das Verdeck zusammen und verschwindet unter einer Klappe hinter den Fondplätzen. Der Öffnungs- und Schließvorgang ist nicht nur im Stand, sondern auch während der Fahrt bei Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h möglich. In der teureren der beiden Ausstattungsvarianten „Innovation“ ist ein so genanntes Premium-Stoffverdeck Serie. Eine verbesserte Akustikdämmung soll hier helfen, bei geschlossenem Dach die Fahr- und Windgeräusche für die Insassen zu minimieren.