Canon-Tintendrucker beschichtet Normalpapier vor der Fotoausgabe

Das Pixma MX7600 versprüht vor dem Fotodruck auf Kopierpapier eine transparente Beschichtungsflüssigkeit, die Haftung und Farbwirkung der Pigmenttinten verbessern soll.

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Canons neues Multifunktionsgerät Pixma MX7600 soll mit transparenter Beschichtungsflüssigkeit den Fotodruck verbessern. [Foto: Canon]

Das neue Multifunktionsgerät Pixma MX7600 versprüht vor dem Fotodruck auf Kopierpapier eine transparente Beschichtungsflüssigkeit, die Haftung und Farbwirkung der verwendeten Pigmenttinten verbessern soll. Canon nennt das Ganze "Pigment-Reaction-Technologie" (PgR) und geht damit ein Problem bei der Verwendung von Farbpartikeln beim Fotodruck an: Die Pigmente ziehen nicht wie gelöste Farbstoffe mit ins Papier ein und bleiben so anfällig für Verwischen.

Ähnlich wie es Epson und Kodak vorgemacht haben, soll nun bei Canon ein zusätzlich aufgesprühter Binder die kleinsten Bröckchen auf dem Papier festkleben. Bei Epson kommt der Binder als Kapselung der Pigmente aufs Papier, bei Kodak wird er wie eine Tinte behandelt. Letzteres gilt auch für Canon, wobei nach Angaben des Herstellers die Clear-Flüssigkeit zur "Vorbeschichtung" genutzt wird. Neben dem Verwischen soll auch das Verlaufen der Tinte, die Papierwellung und der Durchscheineffekt vermindert werden.

Zum Einsatz kommen die vom A3-Fotodrucker Pixma Pro 9500 bekannten Lucia-Tinten des Typs PGI-9 in den Tönen Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz sowie eine ganz neue Schwarztinte mit der Bezeichnung PGI-7Bk. Die Patrone für die Beschichtung trägt den Namen PGI-9 Clear. Über die Seitenkosten der Tinten und Beschichtungsfüssigkeit schweigt sich Canon noch aus. Zu einem späteren Zeitpunkt dürften sich die Reichweiten auf der Website von Canon jedoch finden.

Ansonsten bietet das fürs Büro konzipierte Multifunktionsgerät einen CIS-Scanner mit 4800 × 9600 dpi Auflösung. Bei Verwendung des Einzugs für 35 Seiten erreicht er nur eine Auflösung von 600 dpi. Die Auflösung des Druckers erreicht 4800 × 1200 dpi bei einer minimalen Tröpfchengröße von 2 Picolitern. Da Einzug und Drucker automatisches Duplex beherrschen, kann das MX7600 auch doppelseitig kopieren. Das eingebaute Farbfax kann jedoch Vorlagen nur einseitig erkennen.

Für den Direktdruck stehen Display und diverse Kartenslots sowie eine PictBridge-Schnittstelle bereit. Die eingebaute Netzwerkkarte erlaubt den über Ethernet angebundenen Anwendern das Drucken, Scannen und Versenden von Faxen (Letzteres nicht von Mac-Systemen aus). Das Gerät hat zwei Papierfächer, ein Schacht zum Bedrucken von CDs oder DVDs fehlt hingegen. Interessant ist die neue Quickstart-Funktion, mit der man bereits fünf Sekunden nach dem Einschalten drucken, scannen, kopieren oder faxen können soll. Treiber gibt es für Windows (ab 2000) und Mac OS X (ab 10.3.9). Das Pixma MX7600 soll ab April zum Preis von 400 Euro erhältlich sein.

Außerdem hat Canon mit dem Pixma MX850 den Nachfolger des Pixma MP830 vorgestellt. Er bietet nun die doppelte Scanauflösung von 4800 × 9600 dpi und soll schneller arbeiten. Das netzwerkfähige Multifunktionsgerät wird laut Canon noch im März in den Handel kommen und 300 Euro kosten. (jes)