Basisangebot
Es ist keine 14 Tage her, da hatten wir den neusten Maserati dick verpackt erwischt – nun stellen ihn die Italiener auf der Automesse in Shanghai offiziell vor. Der Ghibli tritt in einer Klasse gegen Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse an.
- Matthias Nauman
Frankfurt/Main, 10. April 2013 – Es ist keine 14 Tage her, da hatten wir den neusten Maserati dick verpackt erwischt – nun stellen ihn die Italiener auf der Automesse in Shanghai (21. bis 29. April 2013) offiziell vor. Der Ghibli tritt in einer Klasse gegen Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse an.
Der erste Diesel
Der neu entwickelte Viertürer orientiert sich optisch am Quattroporte, bleibt größenmäßig aber eine Klasse unter der 5,26 Meter langen Luxus-Limo. Maserati-typisch sind die kurzen Überhänge, der große Kühlergrill und die im Bereich der hinteren Tür nach oben abknickende Fensterlinie. Zu technischen Details hält sich die italienische Traditionsmarke noch bedeckt. Fest steht aber, dass ein Dreiliter-V6-Turbomotor in Kombination mit einer Achtgang-Automatik angeboten wird. Im Quattroporte sorgt dieser Motor für eine Leistung von 410 PS und ein maximales Drehmoment von 550 Nm. Alternativ wird ein Dreiliter-V6-Selbstzünder angeboten, womit der Ghibli zum ersten Diesel-Maserati überhaupt avanciert. Fans der Marke werden vielleicht die Nase rümpfen, doch ohne Selbstzünder braucht man in dieser Klasse zumindest in Deutschland nicht anzutreten. Serienmäßig werden die Hinterräder angetrieben, gegen Zuzahlung kann auch das erstmals im Quattroporte eingesetzte Allradsystem Q4 geordert werden.
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Soll in der oberen Mittelklasse gegen A6, 5er und E-Klasse antreten: Der neue Maserati Ghibli
Zwei Vorgänger
Bereits zwischen 1966 und 1973 hatte Maserati ein Modell namens Ghibli im Programm. Dabei handelte es sich allerdings um ein zweitüriges Coupé. In den 1990er-Jahren gab es einen weiteren Ghibli, als Ableger der Biturbo-Familie. Der neue Ghibli soll Maserati künftig zu höheren Stückzahlen verhelfen. Aktuell stehen mit dem Quattroporte und dem GranTurismo/GranCabrio nur zwei – sehr teure – Baureihen zur Verfügung. Der günstigere Ghibli soll beim Erreichen des gesetzten Wachstumsziels eine wichtige Rolle für die Marke spielen. Die neue Plattform könnte innerhalb des Fiat-Konzerns zudem noch weitere Abnehmer finden, etwa als Grundlage für einen großen Alfa, über den immer wieder heftig spekuliert wird. (imp)