Embedded World: .NET Micro Framework bekommt einen TCP/IP-Stack
Microsoft spendiert mit der Version 2.5 dem .NET Micro Framework einen eigenen TCP/IP-Stack und UnterstĂĽtzung fĂĽr WSD.
Microsoft auf der derzeit in Nürnberg stattfindenden embedded World eine neue Version des .NET Micro Framework vorgestellt. Das Framework soll Entwickler in die Lage versetzen, auch für Geräte mit wenig Speicher und Prozessorleistung, etwa Set-Top-Boxen oder Kfz-Unterhaltungssysteme, bei der Anwendungsprogrammierung die Segnungen von .NET und der Entwicklungsumgebung Visual Studio zu nutzen.
Zu den neuen Features des jetzt vorgestellten Framework 2.5 gehört ein eigener TCP/IP-Stack, mit dem die Geräte übers Netzwerk kommunizieren können. Dabei können sie unter anderem das ebenfalls neu eingebaute Protokoll WSD (Web Services on Devices) nutzen, mit dem sich Windows-Gerätschaften im Netzwerk auffinden lassen. WSD gab es bislang nur in Windows Vista und in Windows CE embedded 6.0 ab R2. Geht es nach dem Willen von Microsoft, soll das Protokoll der kommende Standard für die Kommunikation von Heimautomationsgeräten werden und dabei UPnP ablösen, das Microsoft laut eigener Darstellung für überholt hält. In Vista wird WSD schon zum Auffinden von Netzwerk-Beamern mit eingebautem Remote-Desktop-Client eingesetzt.
Ebenfalls in NĂĽrnberg hat Microsoft eine neue Kooperation mit IBM angekĂĽndigt. Die Vereinbarung besagt, dass IBM kĂĽnftig auf seinen Kiosk-Systemen fĂĽr Einzelhandel und Hotellerie das Microsoft-Betriebssystem Windows Embedded for Point of Service (WEPOS) vorinstallieren wird.
Zur embedded World siehe auch:
- 45nm-CPUs und 7 Jahre VerfĂĽgbarkeit fĂĽr Intels Embedded-Linie
- LAN und WLAN als Modul
- Wettbewerb fĂĽr grĂĽne Embedded-Designs
- MRAM im Weltraum
- Silverthorne-Mainboard mit 38 Quadratzentimetern Fläche
- Linux-Entwicklungskit fĂĽr portable Multimediasysteme
(bbe)