F wie Fun

Mit dem F-Type will Jaguar zum Kern seiner Markenidentität zurückkehren, die vor über 50 Jahren maßgeblich vom zweisitzigen E-Type geprägt wurde. Hat sich das lange Warten auf den F-Type gelohnt?

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Pamplona, 17. April 2013 – Mit dem F-Type will Jaguar zum Kern seiner Markenidentität zurückkehren, die vor über 50 Jahren maßgeblich vom zweisitzigen E-Type geprägt wurde. Im Gegensatz zum schlanken Klassiker hat der Neuling deutlich an Muskelmasse zulegt, doch damals wie heute standen Wendigkeit und Leistung an oberster Stelle im Lastenheft. Anlocken soll der F-Type damit vor allem Neukunden, angreifen den Audi R8 Spyder, den Aston Martin V8 Vantage und die übermächtige Sportwagen-Ikone Porsche 911.

Dass der F-Type äußerlich nur noch wenig mit dem Vorbild gemein hat, überrascht nicht. Schließlich warf man im englischen Coventry schon 2007 jegliche Design-Traditionen über Bord und führte mit der Mittelklasse-Limousine XF eine neue Formensprache ein. Der Mut zur Veränderung wurde mit wachsenden Verkaufszahlen belohnt. Auch im ersten Quartal 2013 gehört Jaguar mit einer Steigerung um knapp acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zu den lediglich vier Marken, die in Deutschland ein Zulassungsplus verzeichnen konnten.

F wie Fun (22 Bilder)

40 Jahre nach dem legendären E-Type präsentiert Jaguar mit dem F-Type einen Nachfolger.

Einige Stilelemente der Legende finden sich dann aber doch im F-Type wieder: Die Formen sind klar, die Schnauze lang, die in den Kühlergrill greifende Motorhaube öffnet gegenläufig nach vorne. Der Grill ist von den Limousinen XF und XJ bekannt, seine Neigung soll Selbstbewusstsein und Angriffslust demonstrieren. Von hinten betrachtet, duckt sich das Stoffdach zwischen die ausgeprägten Schultern. Die schmalen Rückleuchten wurden von den Designern bis in die Radkästen gezogen und lassen die ohnehin schon kräftigen Hüften noch breiter wirken. Um die ausgeklügelte Ästhetik möglichst wenig zu stören, fährt der Heckspoiler erst ab knapp 100 km/h aus, die Türgriffe verschwinden bei Nichtbenutzung im Aluminiumkleid.

Zum Markstart werden wahlweise drei Motoren angeboten. Zwei von einem Kompressor beatmete 3,0-Liter-Sechszylinder mit 340 und 380 PS sowie ein ebenfalls aufgeladener 5,0-Liter-V8 mit 495 PS. Alle Motoren leiten ihre Kraft über eine Achtgang-Quickschift-Automatik an die Räder weiter, serienmäßig versucht ein Stop/Start-System, den Spritdurst unter Kontrolle zu halten. Die durchschnittlichen Normwerte liegen zwischen 9,0 und 11,1 Liter pro hundert Kilometer.