Drittes Tintenmultifunktionsgerät von Kodak
Das ESP 3 getaufte Modell verwendet die gleichen preisweirten Tinten wie seine Vorgänger, muss aber auf Fax und Farbdisplay verzichten.
Im ehemaligen Dänischen Expo-Pavillion am Rande des CeBIT-Geländes führte der US-amerikanische Fotogigant Kodak interessierten Händlern und Journalisten sein neuestes Druck-Scan-Kopier-Kombi vor. Das ESP 3 getaufte Modell verwendet die gleichen preiswerten, pigmentierten Tinten wie seine beiden Vorgänger aus der 5000er-Serie, bringt aber weder ein Fax-Modul noch ein großes Farbdisplay mit. Die Vorderfront ist nach innen gewölbt und das Gehäuse ganz in schwarz gehalten. Eine einstellige Anzeige gestattet das Ablesen der Kopienzahl, bis zu 9 sind in einem Rutsch möglich. An der Front finden sich Leseslots für die gängigen Karten, will man die enthaltenen Fotos drucken, wählt man sie an der Kamera aus (DPOF). Für den Direktdruck von PictBridge-fähigen Kameras steht außerdem ein USB-Eingang zur Verfügung.
Kodak gibt die Druckgeschwindigkeit mit 30 Schwarzweiß- und 29 Farbseiten pro Minute an. Ein randloses Foto in 10 × 15 soll 30 Sekunden benötigen. Zur Auflösung und minimalen Tröpfchengröße schweigt sich der Hersteller aus. Über den Scanner erfährt man auch nichts weiter als die Größe der Auflagenflächen von 21,6 × 29,7 cm und die Bauart CIS (Compact Image Sensor). Treiber gibt es für Windows XP/Vista und Mac OS X ab 10.4.8. Zum Lieferumfang gehört eine Center-Software für Windows, die dank einer integrierten Texterkennung auch durchsuchbare PDFs erzeugen kann. Der ESP 3 wiegt 5,9 Kilogramm und ist mit 42,2 cm × 29,8 cm × 17,3 cm recht kompakt. Kodak hebt die automatische Erkennung von Kodak-Papier hervor, außerdem eine neue Windows-Software, um im Bild Gesichter zu retuschieren.
Bei den bisherigen Kodak-Druckern ist es so, dass man die Papiersorte nicht einstellen kann, die höchste Qualität erzielen die Drucker nur mit dem speziell gekennzeichneten Kodak-Papier. Dies ist aber kein großer Nachteil, da der Hersteller Sets von bestem Papier und Farbtinte anbietet, die (auch im Test der c't) zu Einzelpreisen von einem Postkartenfoto von 15 Cent führten – so billig druckt kein anderer Tintendrucker mit originalem Verbrauchsmaterial. Die Patrone mit Cyan, Magenta, Gelb, Fotoschwarz und einem polymeren Binder für die Pigmente kostet einzeln 15 Euro, für (Text-)Schwarz zahlt man 10 Euro. Kodak ist vor etwa einem Jahr in den Tintendruckermarkt eingestiegen und sieht seine Marktchancen im Anbieten von preiswerter Tinte, verkauft die Drucker dafür nicht verbilligt.
Der in den USA bereits auf der CES im Januar vorgestellte ESP 3 soll hierzulande noch vor Juli auf den Markt kommen. Der endgĂĽltige Preis stand noch nicht fest, er dĂĽrfte aber niedriger liegen als bei dem besser ausgestatteten EasyShare 5300, der zuletzt fĂĽr 150 Euro zu haben war. In den USA kostet der ESP 130 Dollar ohne Steuern. (jes)