Düstere Aussichten auch bei Samsung

Wirtschaftskrise und Wettbewerb drücken auf die Margen des südkoreanischen Elektronikriesen, der die Prognose kürzt und sich auf eine längere Durststrecke einstellt.

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Die Wirtschaftskrise und der scharfe Wettbewerb sorgen für deutliche Gewinneinbußen beim Elektronik-Konzern Samsung. Im laufenden vierten Quartal sei es außerordentlich schwer, mit Produkten wie Speicherchips, LCD-Bildschirmen und Flachbild-Fernsehern noch Geld zu verdienen, sagte Vizepräsident Chu Woo Sik am gestrigen Montagabend vor Investoren in San Francisco. Dabei sei unklar, wie lange der Abschwung noch anhalte.

Das wachsende Überangebot auf dem Speichermarkt mache es immer schwieriger, mit Speicherchips einen Gewinn zu erwirtschaften, sagte der Investor-Relations-Chef des Konzerns. Im LCD-Bereich fräßen fallende Preise und zurückgehende Nachfrage die Profite im TV-Geschäft auf. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Mobilfunkgeschäft, das einen Gesamtquartalsverlust noch verhindern kann. Zur aktuellen Entwicklung des Quartalsergebnisses wollte Chhu keine Angaben machen. Analysten rechnen mit einem deutlichen Gewinneinbruch.

Nun will Samsung unter anderem die Investitionen massiv zurückfahren. Im vergangenen Jahr hatte Samsung noch 10 Billionen Won (5,4 Milliarden Euro) in neue Fabriken und Ausrüstung investiert. Um die Betriebe auf aktuellem Stand zu halten, müsse der Konzern mindestens 6 Billionen Won ausgeben, deutete der Samsung-Manager laut Bloomberg eine mögliche neue Größenordnung an. Über genaue Zahlen werde aber noch gesprochen. (vbr)