Kinderwagen?
Vor etwa einem Jahr hat Toyota die Designstudie Camatte auf der Spielzeugmesse in Tokio vorgestellt. Auf der „Tokyo Toy Show 2013“ folgt mit dem Camatte57s eine weitere Version des Kleinstfahrzeugs, bei der sogar Kinder ans Steuer sollen
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Epsom bei London, 12. Juni 2013 – Vor etwa einem Jahr hat Toyota die Designstudie Camatte auf der Spielzeugmesse in Tokio vorgestellt. Auf der „Tokyo Toy Show 2013“ (13. bis 16. Juni) folgt mit dem Camatte57s eine weitere Version des Kleinstfahrzeugs, bei der auch Kinder den Spaß am Autofahren entdecken sollen.
Erinnerung an Swatch
Der Camatte57s ist ein Frischluftauto ohne Dach und sogar ohne vollwertige Windschutzscheibe. Das Wägelchen ist nur drei Meter lang, 1,44 Meter breit und genau einen Meter hoch. Gut sichtbare Nieten halten die Karosseriebeplankungen an Ort und Stelle. 57 von diesen kleinen, leichten Paneelen bilden zusammen mit dem darunter liegenden Rohrrahmen die Karosserie. Die Planken können in unterschiedlichsten Farben und Designs gehalten sein und lassen sich demontieren. Dieser Aufbau erinnert vage an Nicolas Hayeks Swatch-Auto: Der Gründer der gleichnamigen Unternehmensgruppe hatte Anfang der 1990er-Jahre ein Kleinstauto erdacht, bei dem sich die Karosserie austauschen lassen sollte – wie bei den Swatch-Uhren das Gehäuse. Aus diesem Konzept entwickelte sich später der Smart Fortwo.
Kinderwagen? (12 Bilder)

Toyota Camatte57s: Himmelblaues Nietenauto für drei Personen
Kind am Steuer
Wie bei der Studie Camatte aus dem Vorjahr handelt es sich beim Camatte57s um einen Dreisitzer mit einem zentralen Fahrersitz und zwei Fondplätzen. Das Fahrzeug soll nicht nur den Eltern, sondern der ganzen Familie Spaß machen. Deshalb lassen sich der Fahrersitz und die Pedale so einstellen, dass sogar ein Kind fahren kann. Vom Platz rechts hinter dem Fahrer aus kann dann ein Erwachsener beim Lenken und Bremsen helfen. Erlaubt ist diese Konstellation freilich nur abseits öffentlicher Straßen.
Angetrieben wird der Camatte57s von einem Elektromotor. Nähere Angaben zu Leistung, Reichweite und Batterietechnik fehlen. Aber der Camatte57s stellt auch keine Technikstudie dar, sondern ist aus anderen Gründen entstanden: Toyota hat sich vom Bild einer Familie leiten lassen, die viel gemeinsame Zeit im Auto verbringt. Indem man die Kinder einbezieht, sollen sie Spaß am Autofahren entwickeln, hofft der japanische Hersteller. (imp)