Vodafone Deutschland sieht Trendwende

Der Umsatzrückgang im Mobilfunkgeschäft habe sich weiter abgeschwächt, teilt der Mobilfunkanbieter heute mit. Zudem gebe es Zuwächse im Festnetzgeschäft und bei mobilen Datendiensten.

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Vodafone Deutschland sieht eine Trendwende hin zu besseren Zeiten. Der Mobilfunkumsatz sei zwar – regulierungsbedingt, wie Vodafone betont – im vergangenen Quartal um 1,9 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro zurückgegangen, doch der Rückgang habe sich weiter abgeschwächt. Das Unternehmen sieht seine Zukunft verstärkt im Festnetz und bei mobilen Datendiensten. Inzwischen nutzten 6,383 Millionen Kunden ein UMTS-Handy oder gingen mit dem Notebook mobil ins Internet. Die Datenumsätze ohne SMS/MMS seien um 24,8 Prozent auf 222 Millionen Euro gestiegen und machten inzwischen 12,4 Prozent des Mobilfunk-Umsatzes aus.

2,774 Millionen Kunden gingen mit DSL von Vodafone und Arcor ins Internet, das bedeutet laut Mitteilung einen Zuwachs von 128.000 gegenüber dem vorigen Quartal und um 570.000 im Vorjahresvergleich. Die zusätzliche Vermarktung von DSL über die Vodafone-Vertriebskanäle habe dabei geholfen, dass 112.000 Kunden Vodafone DSL neu gebucht hätten.

Nachdem im vergangenen Quartal 883.000 neue Mobilfunkkunden hinzukamen, hat Vodafone nun insgesamt 35,295 Millionen. Der größte Konkurrent T-Mobile wies im Mai 37,111 Millionen Kunden auf. Ein durchschnittlicher Vodafone-Kunde hat im Monat 113 Minuten mit dem Handy telefoniert, ein Jahr vorher waren es noch 109 Minuten.

Der Festnetzumsatz bei Arcor stieg um 3,0 Prozent auf 571 Millionen Euro. Zum 1. August fällt das Tochterunternehmen nach der vollständigen Integration bei Vodafone unter eine einheitliche Unternehmensführung. "Gemeinsam mit Arcor wollen wir unsere Kunden zu Fans machen", kommentiert Friedrich Joussen, Deutschlandchef von Vodafone. Die Firmenmutter hat heute ihre Prognose für das gesamte Geschäftsjahr gesenkt. (anw)