Die perfekte Welle

Ein zweijähriger Praxisversuch auf zwei Teststrecken im Norden Münchens und südöstlich von Regensburg zeigte, dass verbesserte Ampelschaltungen und ein Fahrerinformationssystem die Fahrtzeiten um bis zu 20 Prozent reduzieren können

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München, 20. Juni 2013 – Ein zweijähriger Praxisversuch auf zwei Teststrecken im Norden Münchens und südöstlich von Regensburg zeigte, dass verbesserte Ampelschaltungen und ein Fahrerinformationssystem die Fahrtzeiten um bis zu 20 Prozent reduzieren können.

Die Vorteile der Grünen Welle sind offensichtlich: Wenn die Fahrzeuge an den Ampeln nicht halten und wieder anfahren müssen, spart das Zeit und Kraftstoff, die Lärmbelastung sinkt und die Umwelt wird geschont. Darüber hinaus sind sie ein starkes Signal an Raser, die Geschwindigkeitsbegrenzung einzuhalten. Sie sehen in einer Straße mit einer solchen Schaltung noch deutlicher, wie wenig sich ihre verkehrsgefährdende Geschwindigkeitsübertretung lohnt.

Die perfekte Welle (4 Bilder)

Die beiden Teststrecken liegen stadtnah auf dem Land.
(Bild: Kolibri)

Die verkehrsgerechte Steuerung der LSA ist dagegen eine komplexe Aufgabe. Hier ist man von der starren Steuerung größtenteils abgekommen, heute schalten Verkehrsleitzentralen einen großen Anteil der Ampeln je nach Verkehrsaufkommen. Neuerdings können zu Versuchszwecken einerseits die Daten aus vernetzten Autos in diese Steuerung der Leitzentrale einbezogen werden. Andererseits gibt es die Möglichkeit, die Autos über die Schaltungen der jeweils nächsten LSA zu informieren.