Leitende Angestellte
Premium-Pfadfinder gestalten die Fahrt angenehmer, indem sie nicht nur navigieren, sondern auch Tipps für den Trip ins Blaue geben und mit ihren Freisprecheinrichtungen Handy-Telefonate während der Fahrt erlauben.
- Daniel Lüders
Zudem halten sie in Notsituationen lebenswichtige Informationen bereit.
Empfindliche GPS-Chips und ausgereifte Navi-Software sind heute bei allen Standalone-Navis die Regel. Jedes Billig-Navi mit einigermaßen aktuellem Kartenmaterial führt heutzutage mehr oder weniger gut zum Ziel [1]. Aktuelle Luxus-Navis ab 350 Euro wie die acht Geräte unseres Testfeldes müssen also mehr bieten als die Billigheimer.
Sie versuchen durch Zusätze zu begeistern, die dem Nutzer die Fahrt so angenehm wie möglich machen sollen. Alle besitzen TMC- oder TMCpro-Staumelder [2] für eine dynamische Streckenoptimierung und genauere Ankunftszeitbestimmung. Mit ihren entspiegelten Breitbild-Touchscreens erlauben sie eine schnelle Übersicht und erleichterten die Bedienung mit dem Finger. Sie unterhalten auf Wunsch mit MP3-Musik oder gar Videos. Fast alle besitzen eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, mit der man während der Fahrt gefahrlos Handy-Gespräche führt.
Die Navis Garmin nüvi 760T, Medion GoPal P4425, Mio Digiwalker C620t und TomTom Go 920t übertragen per FM-Transmitter ihre Audio-Signale auf Wunsch auch über die Auto-Audioanlage, ohne dass man hierfür ein Kabel verlegen muss. Wem die Integration ins Fahrzeug nicht reicht, der nutzt einen Festeinbausatz, den Navifit für die Navis von Falk, Medion und Merian anbietet. Das Einbaukit verbindet das Navi mit der Autobatterie, der Antenne und der Audio-Anlage.
Point-of-Interest-Datenbanken (PoI), die beispielsweise Daten über die nächste Tankstelle oder die nächstliegende Parkmöglichkeit bereithalten, gehören für jedes Navi zum guten Ton. Bei zwei Edelgesellen kommen jetzt zum ersten Mal komplette Reiseführer dazu: Beim Falk N240L und dem Merian Scout Navigator enthalten die Reiseführer Informationen über Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Hotels. Damit wird das Navi nicht nur zum Planungstool für die Fahrt ins Blaue, sondern auch zum Reiseführer bei Spaziergängen in der zu erkundenden Stadt.
Den Aspiranten Navigon P'9611 und Sony Nav-U U93T fehlt zwar ein Reiseführer, sie erstellen aber auf Wunsch immerhin Strecken, die an möglichst vielen PoI-Sehenswürdigkeiten vorbeiführen. Außerdem sehen beide hübsch aus.
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Mit erweitertem Kartenmaterial, das auch 3D-Elemente wie Gebäude enthält, will sich der Mio Digiwalker C620t von der Konkurrenz absetzen. Das TomTom Go 920T hat als einziges einen Beschleunigungssensor (Gyroskop) eingebaut. Damit soll es auch im Tunnel ohne GPS-Empfang korrekte Positionsangaben ermitteln.
Die eierlegende Wollmilchsau findet man hier nicht, dafür unterscheiden sich die Edel-Navis mit ihren zahlreichen Gimmicks zu sehr. Umso wichtiger ist es abzuwägen, welche Funktionen den eigenen Wünschen entgegenkommen. Für alle gilt jedoch, dass die Bedienung nicht unter der Funktionsflut leiden darf: Der Fahrer muss sich während der Fahrt auf die Ansagen bei minimaler Interaktion mit dem Gerät verlassen können. Statusmeldungen oder Umleitungsempfehlungen sollte man mit einem Fingertipp quittieren oder gar nicht erst zu Gesicht bekommen.