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Seite 5: Sony & TomTom
Sonys Nav-U U93T besitzt mit 4,8 Zoll Diagonale den größten Bildschirm im Testfeld, der außerdem noch mit exzellentem Kontrast und gutem Blickbereich punktet. Als Software kommt dieselbe bewährte Navigon-Applikation wie beim Porsche-Navi zum Einsatz. Sony stülpt dem Programm aber eine eigene Bedienoberfläche über, die sogar noch etwas einfacher als das Original zu bedienen ist.
Das Nav-U U93T hält ein besonderes Schmankerl bereit: Auf Wunsch kann der Nutzer die Navigation zu seiner Heimadresse oder bis zu drei Point-of-Interest-Dateieinträge vorher definierten Fingergesten zuordnen. Mit einem Fingerstrich startet das Sony-Navi dann automatisch die Streckenführung zum Ziel.</p><p>Gewohnt präzise mit sinnvollen Streckenberechnungen und guten Umleitungsempfehlungen präsentiert sich die Navi-Funktion. Allerdings kann wie das Porsche-Navi auch das Sony Nav-U U93T nicht viele Extras vorweisen. Im Hinblick auf den im Vergleich zum Porsche-Navi niedrigeren Preis von 350 Euro mag man dies aber verzeihen.
TomToms aktuelles Top-Modell Go 920T nutzt nicht nur GPS-Signale zur Standortbestimmung, sondern auch einen Trägheitssensor, genannt Gyroskop. Dieser übernimmt, wenn das Satellitensignal abreißt, beispielsweise im Tunnel. Sinnvoll ist das, wenn die Unterführung eine Abzweigung enthält. Im Parkhaus reicht allerdings ein leichter Schlenker mit dem Lenkrad, um das System durcheinanderzubringen.
Mit Hilfe des Mapshare-Systems fügt man seinem Kartenmaterial Straßensperrungen, Richtungsänderungen oder geänderte Straßennamen hinzu. Per Web kann man diese Aktualisierungen auch mit anderen Nutzern tauschen und dabei wählen, ob man in seine Karten alle Änderungen oder nur die von TomTom verifizierten aufnimmt.
Die Navi-Funktion erweist sich als ausgereift, genauso wie die intuitive Bedienung. Zudem präsentiert kaum ein Gerät im Test seine Inhalte so flott wie das von TomTom, was auf eine gute Hardware-Anpassung hinweist. Auch die Nutzung per Fernbedienung oder Sprachsteuerung erschließt sich schnell. Weil es mit dem Finger aber flotter geht, sieht man schnell von diesen beiden Alternativen ab.
Im Notfall zeigt das Gerät auf Wunsch seinen eigenen Standort sowie den Weg zu den nächsten Krankenhäusern oder Polizeidienststellen an und gibt Erste-Hilfe-Tipps. Hat man ein Handy per Bluetooth gekoppelt, überträgt das 920T mit einem Fingertipp die aktuelle Position per SMS an eine beliebige Telefonnummer.
Apropos Handy-Kopplung: Genauso einfach wie alles andere richtet man auch die Bluetooth-Freisprechoption ein. Selbst bei lautem Motorengeräusch verstehen sich die Gesprächspartner noch gut.</p><p>Das TomTom Go 920T schafft es, eine Fülle von Funktionen mit einer eingängigen Bedienung zu kombinieren. An das Thema Reiseführer wagt sich TomTom nicht heran, aber in jedem anderen Bereich zeigt das Top-Modell der niederländischen Firma der Konkurrenz, wo's lang geht.