Leitende Angestellte
Seite 6: Fazit
Wer in der Edelklasse nach einem Design-Navi mit Reiseführer und guter Navi-Funktion, eingebettet in ein durchdachtes Bedienkonzept, sucht, wird bei der aktuellen Auswahl noch nicht fündig, sondern muss sich entscheiden. Das einzige ernstzunehmende Navi, das auch als Reiseführer überzeugt, ist der Merian Scout Navigator. Er kann den gedruckten Reiseführer tatsächlich ersetzen. Allerdings hat er noch Schwächen im Bedienkonzept und in der Navi-Funktion. Bei einem Preis von 780 Euro darf man Besseres erwarten.
Das Falk-Navi N240L überzeugt wegen seines geringen Datenbestandes bestenfalls als kleine Anregung für Städtereisen. Allerdings eignet es sich gut zum Navigieren und kostet mit 350 Euro weniger als halb so viel wie Merians Premium-Reiseführer.
Beim Navigon P'9611 zahlt man mit 600 Euro viel Geld fürs Porsche-Design, bekommt aber technisch nur oberes Mittelmaß geboten. Wer das passende Navi zum Sportwagen sucht, wird sich am Preis vielleicht nicht stören. Mit dem Sony Nav-U U93T kann man den gleichen Funktionsumfang samt größerem Bildschirm aber auch für 350 Euro kaufen und erhält sogar noch eine ergonomischere Bedienoberfläche.
Das Navi Medion GoPal P4425 für 350 Euro enthält außer der Diebstahlsicherung per Fingerabdruckscanner nichts Neues und bringt noch nicht einmal eine besonders überzeugende Navi-Funktion mit. Da ist die vom Mio Digiwalker C620t, der 360 Euro kostet, schon besser und bedienerfreundlicher. Für einen Zehner mehr bekommt man aber schon das sehr ausgereifte System des Garmin nüvi 760T, das mit einfacher Bedienung und guter Streckenführung überzeugt.
Der TomTom Go 920T für 430 Euro enthält zwar keinen Reiseführer und wartet nicht mit edlem Design auf, markiert aber momentan den Stand der Technik in puncto Funktionsumfang und Bedienfreundlichkeit bei den Navigationssystemen.</p><p>Vom Universal-Begleiter, der als dynamischer Routenplaner und Reiseleiter taugt und sich aktuelle Informationen über Verkehrslage und Veranstaltungen holt, sind die hier getesteten Geräte noch weit entfernt. Die nächste Generation der Edel-Navis wird deshalb womöglich Handy und Navi vereinen. Doch bis vernetzte Navis an der Scheibe haften, geht noch einige Zeit ins Land.
Zu diesem Beitrag gehören eventuell weitere Tabellen und Labormessungen, die Sie im kostenlos verfügbaren PDF des Original-Artikels aus c't finden.
Literatur:
[1] Daniel Lüders, Preiswerte Führungskräfte, Navis ab 100 Euro
[2] Daniel LĂĽders, Staufrei ans Ziel, Von der Stau-Entstehung zur TMC-Meldung fĂĽrs Navi (ll)