Motorola baut Management weiter um

Der neue Chef des angeschlagenen Handyherstellers baut die Leitungsebene weiter um und beruft zwei neue Top-Manager.

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Beim US-Telekommunikationskonzern Motorola geht das Stühlerücken in der Chefetage weiter. Das Unternehmen berief Larry Raymond als neuen Chefcontroller. Raymond kommt aus der Investmentbranche und hatte vorher bei Sears Roebuck das Controlling geleitet; er übernimmt das Amt von Steve Strobel. Darüber hinaus trägt Stephen Nolan, bisher Europa-Vertriebschef, in der Mobilgerätesparte künftig die Verantwortung für Europa, Afrika und EMEA. Die Umbesetzungen seien Teil einer weitreichenden Umstrukturierung des obersten Managements, erklärte das Unternehmen gegenüber dem Wall Street Journal.

Motorolas wichtige Handysparte kämpft mit verlorenen Marktanteilen und Gewinneinbrüchen. Überlegungen, die Sparte auszugliedern, hat der neue Konzernchef allerdings wieder verworfen. Der seit Januar an der Spitze des Unternehmens stehende Greg Brown erklärt das Handygeschäft zur Chefsache und will die Sparte persönlich auf Vordermann bringen. Der bisherige Chef des Bereichs Mobile Devices, Stuart C. Reed, nahm seinen Hut. Zuvor hatte auch der Marketingchef der Sparte das Unternehmen verlassen.

Darüber hinaus gab es in Motorolas Führung weitere Personalwechsel. Am ersten März trat Paul Liska den Posten des Finanzchefs an, der nach dem Ausscheiden von David Devonshire kommissarisch von Tom Meredith ausgefüllt worden war. Nachdem der bisherige CEO Edward Zander im vergangenen November seinen Rücktritt angekündigt hatte, trennte sich das Unternehmen wenig später auch von Technikchefin Padmasree Warrior. (vbr)