Minimalistisch statt snobistisch

Auf dem Goodwood Festival of Speed in England vom 11. bis 14. Juli wird ein kleiner, grauer, puristischer Sportwagen stehen. Der Name klingt auf Englisch ("vool" wie "Wolle") noch schräger als auf Deutsch, ist aber nur eine Abkürzung für "Vehicles of Ultra High-performance and Lightweight"

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London, 4. Juli 2013 – Nach seiner exklusiven Vorpremiere im Royal Automobile Club in der Londoner Pall Mall wird auf dem Goodwood Festival of Speed in England vom 11. bis 14. Juli ein kleiner, grauer, puristischer Sportwagen stehen. Der Name (mit einem Längungszeichen über dem "u") klingt für Anglophone ("vool" wie "Wolle") bestimmt noch schräger als für uns, ist aber nur eine Abkürzung für Vehicles of Ultra High-performance and Lightweight.

Der Minimal-Roadster stellt sich in eine Reihe mit dem Lotus Seven und dessen modernen Epigonen wie einem Ariel Atom oder dem KTM X-Bow. Hauptsache leicht und niedrig lautet bei allen die Devise für maximalen Fahrspaß. Nach den britischen Vorbildern und dem österreichischen Adabei von KTM ist der Vuhl 05 ein mexikanisches Produkt, das zunächst auf der Insel und Nordamerika vermarktet werden und von dort aus später auch China erobern soll.

Minimalistisch statt snobistisch (17 Bilder)

Der kleine, grauweiße Vuhl 05

Ihre Schöpfer, die Brüder Guillermo und Iker Echeverria betreiben eine Designagentur. Von der Liebe zum Motorsport wurden sie wohl von ihrem Vater, dem Rennfahrer und Konstrukteur Guillermo Echeverria Senior, infiziert. Sie wollten einen Sportwagen im eigentlichen Sinn schaffen, also ein spartanisches Gefährt, das aus physikalischen Gründen so mühelos wie möglich schnell ist - und nicht mithilfe brutaler Gewalt aus einem riesigen, aber eben auch schweren Motor.

Der Vuhl 05 setzt auf einen leichten Antrieb und zentriert dessen unvermeidliche Masse in der Mitte. Statt eines Audi-Motors, an den urprünglich gedacht war, wurde es ein Zweiliter-EcoBoost-Motor von Ford. Auch der klangliche Eindruck soll bei dieser Entscheidung geholfen haben.