Neues Infotainmentsystem im Opel Insignia

Bei der Vorstellung des Insignia hat Opel für die Entscheidung, vielen Funktionen eine eigene Taste auf der Mittelkonsole zu gönnen, Kritik einstecken müssen. Zusammen mit dem Facelift hat Opel diesen Bereich renoviert, was insbesondere beim teuersten System „Navi 900 Europa Touch“ auffällt

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Rüsselsheim, 2. August 2013 – Bei der Vorstellung des Insignia hat Opel für die Entscheidung, vielen Funktionen eine eigene Taste auf der Mittelkonsole zu gönnen, reichlich Kritik einstecken müssen. Zusammen mit dem Facelift hat Opel diesen Bereich gründlich renoviert, was insbesondere beim teuersten System „Navi 900 Europa Touch“ auffällt.

Das teure Navi nutzt IntelliLink, ein System, das Opel im Adam schon seit einiger Zeit anbietet. Damit lassen sich viele Smartphone-Inhalte auf dem Display in der Mittelkonsole anzeigen. Dazu zählen nicht nur Telefon- und Musiklisten, sondern auch Filme - die allerdings nur bei geparktem Fahrzeug. Zu dem neuen Gerät gehören ein acht Zoll großer Touchscreen in der Mittelkonsole, ein Touchpad vor dem Schalthebel sowie ein Navigationssystem mit Straßenkarten für etwa 30 europäische Länder. Steuern lässt sich das Gerät über den Touchscreen, per Tastendruck am Lenkrad, via Sprachsteuerung und mittels Touchpad.

Neues Infotainmentsystem im Opel Insignia (18 Bilder)

Opel fĂĽhrt mit dem gelifteten Insignia das Infotainmentsystem Navi 900 Europa Touch ein.

Ein Touchpad als Eingabegerät verwendet seit einiger Zeit unter anderem auch Audi, bei Opel ist diese Möglichkeit neu. Ein kurzes Vibrieren der berührungsempfindlichen Oberfläche gibt dem Fahrer eine Rückmeldung. Das Touchpad kann zum Beispiel zum Anwählen einer Option verwendet werden. Mit einer Zweifinger-Wischgeste kann der Fahrer zwischen den Audioquellen wechseln, streicht er mit drei Fingern über die Touchpad-Oberfläche, öffnet sich die Favoritenliste. Außerdem lässt sich die Landkarte zoomen, indem man wie beim Smartphone Zeigefinger und Daumen zusammen- oder auseinanderzieht. Auch können Großbuchstaben per Finger eingegeben werden. Dies erleichtert die Suche eines Musiktitels im Datenspeicher oder eines Zielortes für die Navigation.

Statt wie bei vielen Konkurrenten nur die Lieblings-Radiosender abspeichern zu können, lassen sich hier Favoriten auch für Navigation, Telefon und Unterhaltungsmedien zusammenstellen - und zwar bis zu 60 davon. So ist beispielsweise der Lieblings-Radiosender im Display direkt neben einer Telefonnummer platziert, die wiederum nur einen Fingertipp von einer im Navi gespeicherten Adresse entfernt ist. Auch per Sprachbefehl lässt sich das System dirigieren. Mit der Stimme können Adressen im Navi eingegeben werden.

Die Instrumentenkombination vor dem Fahrer enthält neben den Anzeigen für wichtige Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Drehzahl und Tankinhalt auch ein Display, das serienmäßig 4,2 Zoll groß ist. Für 235 Euro Aufpreis gibt es stattdessen ein Acht-Zoll-Display, in der Version Sport ist es Serie. Damit lassen sich die angezeigten Inhalte konfigurieren. Neben der gefahrenen Geschwindigkeit erscheinen hier Infos zu Navigation, Smartphone-Nutzung und Radiosendern. Um die Funktionen aufrufen, nutzt der Fahrer die Tasten auf der rechten Seite des Lenkrads.

Das neue Infotainment-System ist bei den teuren Ausstattungen Sport und Innovation Serie, bei den günstigen Versionen Selection und Edition kostet es 1200 Euro Aufpreis. Damit bleibt Opel weit unterhalb der Mondpreise, die einige Premiumhersteller für ihre Top-Navis verlangen. Opel bietet ein CD-Laufwerk nur noch gegen 150 Euro Zuzahlung an, ein USB-Anschluss ist aber Serie. Angesichts immer weiter fallender Preise für Speichersticks dürfte das dem künftigen Nutzungsverhalten vieler Autofahrer entsprechen. Gegen Aufpreis lässt sich auch der Sound noch etwas aufpäppeln. Für vergleichsweise günstige 580 Euro extra baut Opel ein Soundsystem von Bose ein. Wie das klingt, erfahren wir hoffentlich im ersten Testwagen, der die Redaktion erreicht. (imp)