Experten warnen vor schmutziger Energie-Zukunft
Falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werdem, wird sich der weltweite Energiebedarf bis 2030 relativ zu 2005 um 55 Prozent erhöhen, schreibt die Internationale Energie-Agentur (IAE) in ihrem heute veröffentlichten Bericht World Energy Outlook 2007.
Falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werdem, wird sich der weltweite Energiebedarf bis 2030 relativ zu 2005 um 55 Prozent erhöhen. Das schreiben die Experten der Internationalen Energie-Agentur (IAE) in ihrem heute veröffentlichten Bericht World Energy Outlook 2007. Der Bericht zeige klarer denn je, dass ein solches Szenario "die Energiesicherheit bedroht und den Klimawandel beschleunigt", erklärte IEA-Direktor Nobuo Tanaka. Er zeige aber auch Wege zu einer alternativen Energie-Zukunft auf.
Für ihr Referenz-Szenario gehen die Wissenschaftler von einem weltweiten mittleren Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent aus. Treibende Kraft des weltweiten Energiehungers ist für die IEA-Experten jedoch vor allem die Entwicklung in China und Indien – die beiden Länder allein sind nach den Berechnungen für 45 Prozent dieses Zuwachses verantwortlich. Weltweit werden fossile Energieträger den Energiemix weiter dominieren – vor allem der Anteil der Kohle wird, getrieben durch den Bedarf des Energiesektors in China und Indien – rasch weiter wachsen. Das wird zu einem Ansteigen der Kohlendioxid-Emission von 27 Gigatonnen in 2005 auf 42 Gigatonnen im Jahre 2030 führen. China wird die USA als größten CO2-Verursacher noch in diesem Jahr überholen, während Indien sich bis 2015 auf Platz drei der Rangliste vorarbeitet.
Die weltweiten Öl-Reserven reichen nach Auffassung der IEA-Experten höchstwahrscheinlich aus, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen: Die Öl-Produktion der OPEC-Länder wird nach ihren Projektionen von 36 Millionen Barrel pro Tag auf 61 Millionen Barrel pro Tag steigen. Der Ölpreis sollte sich daher bis 2015 auf 62 Dollar pro Barrel (gemessen am Dollar-Wert von 2006) eingependelt haben. Eine Angebotskrise bis 2015 könne jedoch "nicht ausgeschlossen" werden. (wst)