News Corp. mit Gewinnplus
In allen Geschäftsbereichen bis auf die TV-Sparte stieg im vergangenen Quartal der operative Gewinn.
Die vom rechtskonservativen Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierte News Corporation hat zum Ende ihres Geschäftsjahres dank eines starken Film-, Kabel- und Zeitungsgeschäfts Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Der Überschuss kletterte im vierten Geschäftsquartal um 27 Prozent auf mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 17 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar (5,6 Milliarden Euro). Für das neue Geschäftsjahr rechne News Corp. wegen des stärkeren wirtschaftlichen Gegenwinds mit einem zwar robusten, aber etwas geringeren Wachstum, sagte Murdoch (PDF-Datei).
Der Gesamtkonzern profitierte unter dem Strich von einem hohen Einmalgewinn durch den Verkauf von Vermögenswerten. Mit seinen Zahlen lag er aber über den Erwartungen der Analysten. Zu Murdochs Imperium gehören zahlreiche TV-Sender, das Filmstudio Twentieth Century Fox, das Online-Netzwerk MySpace und seit 2007 auch der Finanzmedien-Konzern Dow Jones mit dem Flaggschiff Wall Street Journal. News Corp. hält zudem inzwischen mehr als 25 Prozent am deutschen Abo-Sender Premiere und erwägt letzten Berichten zufolge ein Übernahmeangebot.
Die TV-Sparte (Fox) hatte im Schlussquartal mit sinkenden Werbeeinnahmen zu kämpfen. Der operative Gewinn brach hier von 385 Millionen auf 279 Millionen US-Dollar ein. MySpace, das zur Geschäftssparte Fox Interactive Media gehört, wird unter dem Bilanzposten "anderes" verbucht. Der operative Gewinn betrug hier 69 Millionen US-Dollar, im Vorjahr schrieb diese Sparte 17 Millionen US-Dollar in roten Zahlen. Der Beitrag von Fox Interactive Media sei trotz höherer Einnahmen im Such- und Werbebereich unter anderem wegen gestiegener Entwicklungskosten zurückgegangen.
In der Filmsparte, die ihren operativen Gewinn auf 220 Millionen US-Dollar verdoppelte, hebt News Corp. in seiner Mitteilung die Filme Alvin and the Chipmunks, Juno, AVP: Requiem und 27 Dresses hervor. Allerdings sei das Ergebnis dieser Sparte durch Kosten infolge der Kinostarts von The Happening und What Happens in Vegas geschmälert worden. (anw)