Saug-Rekord
Ferrari stellt auf der IAA (12. bis 22. September 2013) den 458 Speciale vor. Der hat nicht nur eine enorm hohe Literleistung für einen Saugmotor, sondern auch verstellbare Spoiler. Ein ganz ähnliches System verwendet auch Porsche im neuen 911 Turbo S
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Maranello (Italien), 27. August 2013 – Ferrari stellt auf der IAA (12. bis 22. September 2013) den 458 Speciale vor. Der hat nicht nur eine enorm hohe Literleistung für einen Saugmotor, sondern auch verstellbare Spoiler. Ein ganz ähnliches System verwendet auch Porsche im neuen 911 Turbo S.
Bewegliche Anbauteile
Die beweglichen Aerodynamikelemente an Front und Heck sollen für einen optimalen Kompromiss aus hohem Abtrieb und geringem Luftwiderstand sorgen. Um welche Teile es sich handelt, konnte Ferrari noch nicht sagen. Frontschürze und Heck des Speciale sehen deutlich anders aus als beim Italia. Front- und Heckspoiler dürften von Stellmotoren bewegt werden, eventuell auch Teile am auffälligen Diffusor. Das System soll auch in die nächsten Ferrari-Modelle kommen. Ob das Ausfahren der Spoiler per Knopfdruck oder automatisch veranlasst wird, wurde noch nicht mitgeteilt. Der 458 Italia besitzt bereits bewegliche Wings an der Front, die sich ab einem bestimmten Druck des Fahrtwinds in eine andere Position bewegen – allerdings ohne Stellmotoren.
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Der Ferrari 458 Speciale basiert auf dem 458 Italia, hat aber 35 PS mehr.
Saug-Rekord
Der auf dem 458 Italia basierende Speciale wurde auch etwas stärker. Der vom Italia und Spyder bekannte V8-Saugmotor leistet nun 605 PS bei 9000/min, was einen Zuwachs von 35 PS bedeutet. Der 4,5-Liter-Motor ist damit zwar lange nicht so kräftig wie der des aktuell stärksten Serienwagens, des Ferrari F12berlinetta mit 740 PS, doch der Speciale erreicht dafür eine extreme Literleistung von 134 PS pro Liter – laut Ferrari Rekord für ein Straßenfahrzeug mit Saugmotor.
Auch beim Leistungsgewicht liegt derzeit der Ferrari F12 berlinetta mit 2,03 Kilogramm pro PS vorne. Aber der 458 Speciale kommt mit 2,13 auf Platz zwei. Damit sprintet der neue Italiener in drei Sekunden auf 100 km/h, 200 km/h werden nach 9,1 Sekunden erreicht. Zum Vergleich: Für den 358 Italia lauten die Beschleunigungszeiten 3,4 und 10,4 Sekunden. Wie der 458 Italia besitzt der Speciale ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Das Drehmoment des Speciale-Motors von 540 Nm ist ebenfalls identisch, genauso wie der Verbrauch von 11,8 l/100 km. Dieser Wert gilt allerdings nur, wenn das optionale HELE-System (High Emotion Low Emissions) gewählt wurde. Es eine Start-Stopp-Automatik und regelt unter anderem den Klimakompressor etwas runter.
Gesteuerter Drift
Zu den weiteren Neuheiten des Speciale gehört eine Driftwinkel-Steuerung (Side Slip Angle Control System, SSC). Damit soll sich das Auto im Grenzbereich leichter unter Kontrolle halten lassen. Das System gleicht den Driftwinkel mit einem Sollwert ab und passt dann sowohl das Gesamtdrehmoment als auch die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse an. Wann der Sportwagen auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. Auch über den Preis lässt sich derzeit nur spekulieren. Für den 458 Italia verlangt Ferrari schon 199.200 Euro, der 458 Speciale wird also mit einiger Wahrscheinlichkeit deutlich mehr als 200.000 Euro kosten. (imp)