Microsoft begrüßt Pläne der künftigen US-Regierung

Pamela Passman, Managerin des Softwarekonzerns, hofft, dass der US-Kongress die Bestandteile des Pakets des künftigen US-Präsidenten bestehen lässt, die eine bessere Fort- und Weiterbildung von Beschäftigten und Arbeitslosen vorsehen.

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Der US-Softwarekonzern Microsoft begrüßt die Pläne der künftigen US-Regierung und der designierten Arbeitsministerin Hilda Solis, zur Verbesserung der Situation auf dem Arbeitsmarkt verstärkt auf Fort- und Weiterbildung zu setzen. Es sei "äußerst wichtig", dass die kommende US-Regierung unter Barack Obama in ihrem Paket zur Stimulierung der Wirtschaft auf eine Erweiterung der Qualifizierungsmöglichkeiten setzt, schreibt Microsoft-Managerin Pamela Passman in einem Weblog ihres Unternehmens. Ein solches öffentliches Fortbildungssystem müsse neueste Techniken nutzen.

Solis, die seit 2000 im US-Abgeordnetenhaus sitzt, hatte sich am Freitag in einer Anhörung des Senatsausschusses für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Altersvorsorge vorgestellt. Der Senat muss der Ernennung Solis' als künftige Ministerin noch zustimmen. Während der Anhörung hob Solis vier Arbeitsgebiete hervor: gerechte Bezahlung, bessere Altersvorsorge, Gleichstellung und bessere Ausbildungs-, Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Dazu gehörten auch "green-collar jobs", also solche, die den Menschen wirtschaftliche Sicherheit verschafften und gleichzeitig die Energieversorgung sicherten und dem Klimawandel begegnen.

Die künftige US-Regierung arbeitet derzeit mit dem US-Parlament an einem Konjunkturpaket, das rund 775 Milliarden Dollar umfasst. Microsoft sei sich dessen bewusst, dass Verhandlungen und Kompromisse unvermeidliche Bestandteile des Gesetzgebungsprozesses seien. Das Konjunkturpaket könne sich grundlegend wandeln, noch bevor Obama am 20. Januar ins Weiße Haus einzieht, schreibt Passman. Aber die Bestandteile, die die Verbesserung von Chancen für arbeitslose Bürger und mehr Qualifikationen für Beschäftige bringe, dürften nicht verloren gehen, lautet ihr Appell an die Abgeordneten und Senatoren.

Dabei verweist Passman auf die Bemühungen ihres eigenen Unternehmens im Rahmen des Unlimited Potential Community Technology Skills Program. Microsoft habe seit 2003 rund 4500 "Community Technology Center" mit 85 Millionen US-Dollar gefördert. Außerdem unterstütze der Konzern den National Fund for Workforce Solutions, mit dem bis 2011 etwa 250.000 niedrigbezahlte Arbeiter fort- und weitergebildet werden sollen, mit 10 Millionen US-Dollar. Weltweit habe Microsoft in den vergangenen zehn Jahren 51 Millionen Software-Entwickler fortgebildet.

Für mehr als die Hälfte der Jobs auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt benötigten die Beschäftigten besondere technische Fähigkeiten, schreibt Passman unter Berufung auf Zahlen des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Anteil werde in den kommenden zehn Jahren auf 77 Prozent steigen. Abgesehen davon, dass ein Fortbildungsprogramm das Reservoir an potenziellen hochqualifizierten Microsoft-Mitarbeitern – das Microsoft-Mitgründer Bill Gates schon seit einiger Zeit schrumpfen sieht – vergrößere, seien besondere Fähigkeiten in jedem Bereich der US-Wirtschaft nötig, sei es im Gesundheitssystem, in der Landwirtschaft oder in der Industrie. (anw)