Steigerung von Supersport
Allmählich werden die Superlative für Sportwagen knapp. Wenn man die legendären Musclecars Ford Mustang, Dodge Challenger und Chevrolet Corvette kreuzt, was kommt dann heraus? Der neue Equus Bass 770, ein „Über-Musclecar“ mit 647 PS
- Ronald Partsch
Rochester Hills (USA), 30. September 2013 – Allmählich werden die Superlative für Sportwagen knapp. Wenn man die legendären Musclecars Ford Mustang, Dodge Challenger und Chevrolet Corvette kreuzt, was kommt dann heraus? Der neue Equus Bass 770, ein „Über-Musclecar“ mit 647 PS.
Hier kommt der Boss
Der Kleinserienhersteller Equus Automotive mit Sitz in Rochester Hills, keine 40 Kilometer von Detroit entfernt, steht schon immer in engem Kontakt zu den großen US-Autokonzernen. Doch der Bass 770 ist eine reinrassige Equus-Eigenentwicklung. Äußerlich erinnert er an den Ford Mustang Fastback der Modelljahre 1967/68. Vor allem in der Seitenlinie wird das offensichtlich, während am Heck der Dodge Challenger durchblinzelt. Mit 4,93 Metern Länge reiht sich der Bass 770 zwischen den aktuellen Versionen von Mustang und Challenger ein. Im Übrigen scheint auch der Name "Bass 770" eine Hommage an den alten Mustang zu sein. Dort gab es einst den "Boss 351" und den "Boss 429", im Jahr 2012 brachte Ford einen Mustang Boss 302 heraus.
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Der Equus Bass 770 im Retro-Stil
Technik aus dem Chevy Corvette
Zum Aluminium-Chassis setzt Equus bei der Karosserie Alu- und Carbon-Oberflächen ein. Das Leergewicht wird mit 1650 Kilogramm angegeben. Fast alle Aggregate des Bass 770 stammen von der Corvette ZR1 der C6-Generation. Unter anderem der 6,2-Liter-V8 mit Kompressoraufladung und 647 PS Leistung. Bei 3800/min liegen die maximalen 820 Nm Drehmoment an. In nur 3,4 Sekunden soll der Wagen die 100-km/h-Marke erreichen, erst bei 322 km/h ist Schluss. Der Fahrer wechselt in einem Sechsganggetriebe mit Zweischeiben-Trockenkupplung die Gänge. Es ist in Transaxle-Bauweise, also an der Hinterachse montiert, um mehr Gewicht auf die Hinterhand zu bringen. Auch die Carbon-Keramik-Bremsen sowie das elektronisch geregelte Dämpfersystem stammen von der Corvette C6 ZR1. Eine Traktionskontrolle soll die Hinterräder im Zaum halten.
Kommt auch zu uns
Equus verspricht einen V8-Sound im Stil der alten Muscle Cars. Laut Hersteller ist der Bass 770 auch in Europa zulassungsfähig. Doch schon in den USA ist der Spaß nicht billig: Je nach persönlicher Wunschausstattung werden umgerechnet zwischen 185.000 und 220.000 Euro fällig.
(imp)