Herbst-Pflege
Nach der Messe ist vor der Messe: Die Zeit zwischen IAA und der Auto Show in Los Angeles nutzt BMW fĂĽr einige interessante Erweiterungen seines Sortiments. Im Fokus stehen dabei die 4er-Reihe und der neue X5
München, 7. Oktober 2013 – Nach der Messe ist vor der Messe: Die Zeit zwischen IAA und der Auto Show in Los Angeles nutzt BMW für einige interessante Erweiterungen seines Sortiments. Im Fokus stehen dabei die 4er-Reihe und der neue X5.
Basis-Benziner
Ganz der Tradition folgend, hat BMW zum Verkaufsstart des 4ers nur die kräftigen Maschinen im Sortiment gehabt. Doch schon kurze Zeit später wird das Programm ausgebaut. Als Basis dient der aus dem 320i bekannte Zweiliter-Vierzylinder mit Turbolader, der 184 PS und 270 Nm bietet. Schwächere Benziner sind zunächst nicht geplant, BMW könnte aber rasch nachlegen, wenn die Kundschaft das fordern sollte. Der 420i kostet 35.750 Euro und damit, bei etwas besserer Ausstattung, 2100 mehr als die Limousine. Der Unterschied zum Kombi ist mit gerade einmal 350 Euro wesentlich kleiner.
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Neues Einstiegsmodell der 4er-Reihe ist der 420i mit 184 PS.
Den kleinen Benziner wird es gegen 2500 Euro extra auch mit Allradantrieb geben – diese Option gibt es ab sofort auch für den 420d. Der war bisher der einzige Diesel, nun legt BMW zwei kräftige Sechszylinder-Selbstzünder nach. Der 430d mit 258 PS stellt zwischen 1500 und 3000/min 560 Nm bereit. Der 435d mit 313 PS bietet zwischen 1500 und 2500/min sogar 630 Nm – noch vor ein paar Jahren wären solche Werte in einem Großserienfahrzeug schon an passenden Getrieben gescheitert. Die Preise sind, auch für BMW-Verhältnisse, üppig kalkuliert: 49.300 Euro werden für den 430d und 54.300 Euro für den 435d in Rechnung gestellt. Das es dabei nicht bleibt, ist bei selbsternannten Premium-Hersteller nicht neu und so ist auch bei 4er die Aufpreisliste ausgesprochen umfangreich. Vermutlich wird kaum ein 435d unter 60.000 Euro kosten.
X5 ohne Allrad
Nun zieht auch in den gehobenen SUV-Bereich eine auf den ersten Blick etwas merkwürdig anmutende Kombination: Ein scheinbar geländegängiges Fahrzeug ohne Allradantrieb. Zu der Entscheidung von BMW, auch den X5 so anzubieten, mögen zwei Beobachtungen beigetragen haben. Einerseits sind ohnehin nur die wenigsten SUV tatsächlich mal auf etwas anspruchsvollerem als einem rauen Feldweg unterwegs. Zweitens hat sich das Angebot mit Hinterradantrieb in X1 und X3 offenbar gut verkauft. Dazu kommt, dass man bei BMW ja neuerdings der Auffassung ist, dass die Kunden den Unterschied zwischen Front- und Hinterradantrieb ohnehin nicht merken – ob man in diese Begründung nun auch auf den Allradantrieb ausdehnt?