Nokia stellt NFC-Handy vor

Handy-Hersteller Nokia hat mit dem 6212 classic ein UMTS-Handy im klassischen Barrenformat vorgestellt, das als Besonderheit mit der Nahfunktechnik NFC ausgestattet ist.

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Handy-Hersteller Nokia hat mit dem 6212 classic ein UMTS-Handy im klassischen Barrenformat vorgestellt, das als Besonderheit mit der Nahfunktechnik NFC (Near Field Communication) ausgestattet ist. Das Gerät basiert auf Nokias Betriebssystem-Eigenentwicklung Series 40, bringt eine 2-Megapixel-Kamera, ein FM-Radio und einen Media-Player mit und soll bis zu 300 Stunden im Standby durchhalten. Die maximalen Gesprächszeiten gibt Nokia mit 3,3 Stunden im GSM-Betrieb und 2,75 Stunden in 3G-Netzen an. Das 88 Gramm schwere Handy zeigt seine Inhalte auf einem QVGA-Display an. Der interne Speicher ist mit 22 MByte eher mager bestückt, lässt sich allerdings durch eine MicroSD-Karte auf 4 GByte aufrüsten.

Das 6212 classic unterstützt Telefonie in fast allen GSM-Netzen weltweit, auch im UMTS-Betrieb gibt es sich mit Unterstützung für die Bänder um 850 und 2100 MHz kommunikativ. WLAN und HSDPA fehlen, dafür kommt es mit der neuen Bluetooth-Version 2.1 daher. Diese nutzt den eingebauten NFC-Chip zur vereinfachten Verbindung mit anderen Bluetooth-Geräten – statt auf den zu koppelnden Geräten eine vierstellige PIN einzugeben, reicht eine einfache Berührung aus; der Nutzer muss die Kopplung lediglich bestätigen. Allerdings sind Bluetooth-2.1-Geräte derzeit noch rar: Auf der CeBIT stellte Parrot einen digitalen Bilderrahmen vor, Nokia selbst hat immerhin mit dem BH-210 ein Headset im Programm.

Mittels NFC lassen sich zudem Daten zwischen elektronischen Geräten einfach austauschen, eine Authentifizierung ist nicht notwendig. In Frankfurt wird seit Ende vergangenen Jahres das bisher einzige verfügbare NFC-Handy, das Nokia 6131, im Rahmen eines Modellversuchs der Verkehrsbetriebe in ausgewählten Shops verkauft. Das 6212 soll im dritten Quartal zu einem Preis von rund 240 Euro auf den Markt kommen. (ll)