Indischer IT-Dienstleister TCS begegnet der Krise
Auffällig viele Unternehmen kürzten ihre Outsourcing-Projekte, berichtet der COO des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services.
Der indische IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) bekommt die Wirtschaftskrise auf breiter Front zu spüren. Anders als in früheren Quartalen habe der Konzern es mit vielen Kunden zu tun, die Projekte absagten oder aufschöben. TCS bekommt wie die Konkurrenten Infosys und Wipro hauptsächlich Outsourcing-Aufträge von Unternehmen aus Europa und den USA. Bis zum vergangenen Quartal seien Kürzungen bei Projekten eher in den spezifischen Bedingungen einzelner Kunden begründet gewesen, sagte TCS-COO N. Chandrasekaran laut Wall Street Journal in einem Interview. Nun habe die gesamte Industrie Probleme. Abgesehen von Banken und Finanzdienstleistern seien Telekommunikationsunternehmen und Hersteller elektronischer Komponenten stark betroffen.
TCS hatte im vergangenen dritten Quartal des Geschäftsjahres 1,483 Milliarden US-Dollar umgesetzt, ungefähr genau so viel wie im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Nettogewinn stieg um 18 Prozent, ging aus einer Mitteilung (PDF-Datei) hervor. Für das laufende Geschäftsjahr hat Chandrasekaran laut dem Bericht keine positive Aussicht parat. Für das darauffolgende Jahr sei die Datenlage noch zu dünn, um eine Prognose zu wagen. Dennoch plane TCS weiterhin, in dem am 1. April beginnenden Geschäftsjahr die angepeilten 24.800 neuen Mitarbeiter einzustellen und diese auf bessere Zeiten vorzubereiten. (anw)