Immersion und Microsoft begraben das Kriegsbeil
Der Software-Riese und der Spezialist fĂĽr Force-Feedback-Technik legen ihren Rechtsstreit um vertragliche Verpflichtungen aus einem Vergleich in einem Patent-Streit bei.
Hardware-Spezialist Immersion legt einen Vertragsstreit mit Microsoft bei und zahlt Redmond einmalig 20,75 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig wird der auf Force-Feedback-Technik fĂĽr Spiele-Controller spezialisierte Hersteller und Lizenzgeber in Microsofts Programm fĂĽr zertifizierte Partner aufgenommen. Weitere Einzelheiten der Vereinbarung seien vertraulich, teilten die Unternehmen am gestrigen Dienstag mit.
Damit beenden die beiden Unternehmen ein Verfahren, das seine Wurzeln in einer langjährigen Patentstreitigkeit hat. Im Juni 2007 hatte Microsoft wegen Vertragsbruchs Klage gegen Immersion eingereicht. Gegenstand der Klage war eine Einigung, die beide Unternehmen 2003 in einem Patentstreit um Force-Feedback-Technik gefunden hatten. Immersion hatte zuvor sowohl Microsoft als auch Sony vorgeworfen, mit den vibrierenden Controllern der Xbox und der PlayStation von Immersion gehaltene Patente zu verletzen.
Im Rahmen des Vergleichs zahlte Microsoft rund 26 Millionen US-Dollar an Immersion. Gleichzeitig sah die Einigung vor, dass Microsoft einen Anteil künftiger Zahlungen Sonys erhält, sollten sich die Japaner mit Immersion vergleichen oder ein Urteil gesprochen werden. Im Rahmen eines nach vielen Jahren und mehreren Instanzen im Frühjahr 2007 schließlich gefundenen Vergleichs soll Immersion rund 120 Millionen US-Dollar von Sony erhalten haben. Microsoft beanspruchte daraufhin einen Anteil von rund 27,5 Millionen US-Dollar. Immersion hatte Redmonds Ansprüche abgewiesen. (vbr)