LCDs und Handys sorgen für Wachstum bei Samsung

Mit guten Geschäften bei LC-Bildschirmen und Handys konnte der koreanische Elektronikkonzern die schwächelnde Chipsparte abfedern und beim Gewinn 37 Prozent zulegen.

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Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat im ersten Quartal 2008 bei Umsatz und Gewinn zulegen können. Die Einnahmen wuchsen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19 Prozent von 14,39 auf 17,11 Billionen Won (11 Milliarden Euro). Den Reingewinn gibt das Unternehmen mit 2,19 Billionen Won (1,4 Milliarden Euro) an, was einer Steigerung um 37 Prozent gegenüber den 1,6 Billionen Won im Vorjahresquartal entspricht. Das Ergebnis (PDF-Datei) wurde den Angaben zufolge von einer anhaltend hohen Nachfrage nach LC-Bildschirmen und Mobiltelefonen getrieben.

Der Umsatz der Halbleitersparte stagnierte dagegen. Der sonst gewinnträchtige Bereich litt unter einer saisonal bedingten Schwächung, blieb beim operativen Ergebnis trotz eines Schwunds von 64 Prozent aber in den schwarzen Zahlen und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Angesichts einer Stabilisierung der Preise für Speicherchips sei im Laufe des Jahres eine Belebung der Chipsparte zu erwarten, erklärte das Unternehmen.

Die Handysparte legte beim Umsatz um 21 Prozent auf 5,55 Billionen Won (3,6 Milliarden Euro) zu. Operativ trug der Bereich mit 920 Milliarden Won (593 Millionen Euro) zum Ergebnis bei. Samsung verkaufte im abgelaufenen Quartal insgesamt 46,3 Millionen Handys (plus 33 Prozent) und festigte damit den zweiten Platz hinter Weltmarktführer Nokia.

Im Geschäft mit Flüssigkristallbildschirmen (LCD) kletterte der Umsatz den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 4,34 Billionen Won. Samsung kündigte zudem an, mit dem japanischen Unterhaltungselektronik-Konzern Sony 2,74 Billionen Won in den Bau einer neuen LCD-Produktionslinie in Südkorea im Rahmen ihres Gemeinschaftsunternehmens S-LCD zu investieren.

Die Vorstandsaffäre, die Samsung-Chef Lee Kun-hee und weitere Topmanager den Job kostete, schlug sich nicht auf das Ergebnis nieder. Lee werden Korruption und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Die südkoreanische Regierung hatte zum Jahresauftakt eine Untersuchung wegen der Bestechungsvorwürfe eines ehemaligen Samsung-Rechtsexperten eingeleitet. Mitte Januar 2008 wurden daraufhin die Büros des Samsung-Chefs sowie sechs weiterer Konzernmanager durchsucht. (vbr)