Kleinwagen-Kompetenz mit K

Als wollten sie uns ärgern, stellt Daihatsu nach seinem Abschied aus Europa einen sehenswerten Nachfolger des Copen vor. Neben dem Roadster zeigen weitere Studien auf der Tokyo Motor Show die Kleinwagen-Kompetenz der Toyota-Tochter

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Von
  • rhi

Tokio (Japan), 22. November 2013 – Als wollten sie uns ärgern, stellt Daihatsu nach seinem Abschied aus Europa einen sehenswerten Nachfolger des Copen vor. Neben dem Roadster zeigen weitere Studien auf der Tokyo Motor Show (22. November bis 1. Dezember 2013) die Kleinwagen-Kompetenz der Toyota-Tochter.

Widmen wir uns zuerst dem Kopen: Da war doch mal was? Richtig! Zwischen 2002 und 2010 produzierte Daihatsu einen winzigen offenen Zweisitzer namens Copen. Anfangs mit 660 Kubik und 68 PS, kam er mit 1,3 Liter Hubraum und 87 PS auch offiziell nach Deutschland. Nun steht der Nachfolger in den Startlöchern, wenngleich es sich noch um eine seriennahe Studie handelt.

Kleinwagen-Kompetenz mit K (20 Bilder)

Klein, knackig, Kopen: Der Nachfolger des Daihatsu Copen schreibt sich (vorerst) mit "K".

Die Besonderheit: Weite Teile der Karosserie bestehen aus Kunststoff und können je nach Laune ausgetauscht werden. Ein ähnliches Konzept wie bei der ersten Smart-Generation. Daihatsu nennt lediglich technische Verbesserungen an Chassis und Rahmen, ein festes Klappdach wie beim alten Copen gilt als sicher. Die Tatsache, dass Daihatsu den Kopen mit "K" schreibt, deutet auf ein so genanntes "Kei-Car", auch "K-Car" genannt, hin. Das würde gesetzlich festgelegte 3,40 Meter Außenlänge und 660 Kubikzentimeter Hubraum für eine günstige Zulassung in Japan bedeuten.

In die gleiche Klasse der steuerbegüstigten K-Cars gehört der mit 1,85 Meter extrem hoch bauende Deca Deca. Er soll trotz seiner Kürze viel Platz bieten. Besonderheiten sind hintere Schiebetüren und die Möglichkeit, alle Sitze zu einer Ebene zu falten. Wie eine geschrumpfter Lkw-Sattelzugmaschine sieht der FC Deco Deck aus. Die Buchstaben "FC" weisen auf die so genannte "liquid fuel cell" hin, also den Betrieb mit flüssigem Wasserstoff. Die Brennstoffzelle wird im Unterboden platziert.

Mit Blick auf die ĂĽberalterte japanische Gesellschaft wurde der so genannte "Welcome Seat" fĂĽr den kleinen Hochdachkombi Tanto konstruiert. Er hilft dem (betagten) Beifahrer beim Ein- und Ausstieg. Wir haben es getestet: Der Sitz dreht sich aus dem Auto heraus und senkt sich auf den Boden. Zuvor hebt er sich hinten leicht an, damit man leichter aufstehen kann. (imp)