Boxenkampf

Vor dem Start in den Urlaub wird die Beladung des Autos zum Puzzelspiel, und manchmal erscheint der eigentlich gar nicht so kleine Wagen plötzlich zu knapp dimensioniert. Dachboxen können das Problem zumindest lindern. Der ADAC hat acht Boxen getestet

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Von
  • Martin Franz
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München, 29. November 2013 – Familien kennen das Problem wahrscheinlich am besten: Vor dem Start in den Urlaub wird die Beladung des Autos zum Puzzelspiel, und manchmal erscheint der eigentlich gar nicht so kleine Wagen plötzlich zu knapp dimensioniert. Doch nicht jeder mag im Alltag einen geräumigen Van oder voluminösen Kombi fahren, wenn der Platz nur ein bis zweimal im Jahr benötigt wird. Dachboxen können das Problem zumindest lindern. Der ADAC hat acht Boxen getestet.

Dachboxen bieten zusätzlichen Stauraum und verschlechtern die Fahreigenschaften nur wenig, sofern der Packende darauf achtet, sie nicht zu schwer zu beladen. Meistens beschränken die Autohersteller die zulässige Dachlast ohnehin auf 50 bis 75 Kilogramm – sehr viel mehr vertragen nur wenige Autos. Der höhere Schwerpunkt sorgt natürlich für eine größere Neigung in Kurven. Wer sich darauf einstellt, wird kaum Probleme haben. Kommt die Box auf ein SUV oder Van, empfiehlt sich vor eine Messung der Höhe von Auto plus Dachbox. Vorsichtige kleben sich einen Hinweis mit dieser Angabe, gut sichtbar für den Fahrer, ins Cockpit. Dies soll schon einige Schäden verhindert haben, beispielsweise bei der Einfahrt in ein Parkhaus.

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Der ADAC hat acht Dachboxen getestet.

Der ADAC hat acht Dachboxen aus dem mittleren Preis- und Größensegment getestet. Das Ergebnis ist durchwachsen: Nur die Thule-Dachbox Motion 800 ist „sehr gut“. Sie überzeugte in Handhabung und Fahrsicherheit. Auch bei der Crashsicherheit war sie besser als die Konkurrenz. Erwähnenswert fanden die Tester das Befestigungssystem mit Momentbegrenzung. Damit soll eine Fehlbedienung nahezu ausgeschlossen sein. Allerdings ist die Thule-Box mit 480 Euro auch die mit Abstand teuerste im Test.

Nur wenig schlechter ist die Hapro Traxer 6.6 mit der Gesamtnote „gut“, die 349 Euro kostet. Auch diese Box schnitt in allen Testkriterien überdurchschnittlich gut ab, ließ sich im Vergleich zur Thule-Box nur etwas schlechter öffnen und schließen. Platz drei geht an die Kamei 510 für 419 Euro. Punkten kann sie bei Gestaltung und im Schließsystem, Schwächen zeigt sie hingegen beim Crash und in der Handhabung.